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Kosmokiller - Sie fressen alles (1983)

Eine Kritik von KillBill-75
eingetragen am 23.04.2009, seitdem 217 Mal gelesen


Die Kritik beruht auf der ungeschnittenen Fassung der zweiten Auflage von SOI Entertainment!

SOI Entertainment? Der Verdacht liegt nahe, dass es sich hier um ein Bootleg-Label handelt, denn die Bildqualität erreicht höchstens VHS-Niveau. Auch der Ton entspricht in keinster Weise den üblichen DVD-Standards.

Zum Film selbst:

Bei "The Deadly Spawn" handelt es sich um ein trashiges Werk billigster Machart und somit passt es sich der billigen Aufmachung der DVD bestens an.

Das Hauptproblem ist, dass das Drehbuch zu wenig an Handlung hergibt, um die kurze Laufzeit von 78 Minuten zu überbrücken. Das erste Drittel des Films besteht durchgehend aus uninteressanten, banalen Dialogen. Zwischendurch erhöht sich der Bodycount auf 5, wobei sich - wahrscheinlich aus Kostengründen - die Effekte darauf begrenzen, Kunstblut durch die Gegend zu verspritzen. Die musikalische Untermalung ist stellenweise nervtötend und die Schauspieler scheinen aus dem näheren Umfeld des Regisseurs rekrutiert worden zu sein.

Wer die ersten 30 Minuten unbeschadet überstanden und sich mit dem Charme der kostengünstigen Produktion angefreundet hat, wird spätestens jetzt belohnt:
 spielt sich die Haupt- und die Nebenhandlung lediglich in zwei Häusern ab, nehmen trotz des begrenzten Spielraums der Unterhaltungsfaktor und das Tempo zu.

Das Minimum an Budget wurde in ein Maximum an preiswerten, aber harten und sehr blutigen Effekten und wirklich gelungenen Monster-Masken investiert. Entsprechend dem Untertitel "Sie fressen alles" beissen sich die gefrässigen Parasiten durch ein Kaffeekränzchen mehrerer alter Damen.
 Allein diese Szene ist einer der Höhepunkte des Films:
 blutig und von zwerchfell-erschütternder Situationskomik, wenn sich die kreischenden Damen gegen die Würmer verteidigen, in dem sie versuchen, die glitschigen Viecher mit ihren Pantoffeln totzuschlagen.

Zwischen banalen Dialogen machen sich auch weiterhin hier und da ein paar Funken Humor breit und die Gore-Effekte reichen von zermatschten, abgenagten Köpfen bis hin zu Parasiten, die beispielsweise in Nahaufnahme aus Onkel Herbs Brustkorb platzen.

Nach 78 Minuten ist der Spuk vorbei und zurück bleibt ein durchgedrehtes Trash-Movie, dass nach anfänglicher Langeweile kurzweilig zu unterhalten weiss, aber auch aufgrund des begrenzten Budgets mit einem akuten Mangel an Handlung zu kämpfen hat.

6 von 10 Parasiten und 1 Bonuspunkt für das Kaffeekränzchen mit grüner Sauce


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