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Event Horizon - Am Rande des Universums (1997)
Eine Kritik von BootyCount (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 09.02.2006, seitdem 352 Mal gelesen
Paul W.Anderson hat ja im Laufe seiner Filme eher den Ruf gehabt, wir lassen die Logik und eine Story mal ganz aussen vor und konzentrieren uns auf das wesentliche! Eyecatcher und Actionoverkill, durchgestylte Settings und viel Coolness!
Deswegen war ich von seinen letzteren Werken Resident Evil und Alien vs Predator auch ziemlich enttäuscht. Haben beide Spaß gemacht, aber er hat die Erwartung der doch schon großen Fangemeinden bitterlich enttäuscht!
Bei Event Horizon, einem seiner ersten Werke, verhält sich die Sache ganz anders. Da hat er ein verdammt spannendes Stück Science-fiction-Horror abgeliefert, dessen Story zwar auch nicht gerade einen Oscar gewinnen könnte, er aber über ein schon recht passables Drehbuch und eine ausgezeichnete Darstellerriege verfügte! Und was der gute Mann hier an Spannung herausgeholt hat, ist meiner Meinung nach absolut klasse!
Ein Bergungstrupp soll ein nach vielen Jahren plötzlich wieder aufgetauchtes Raumschiff untersuchen. Dabei werden sie vom vermeintlichen Schöpfer dieses Raumschiffs, der Event Horizon, begleitet. Aufgabe der Event Horizon war es, mittels eines künstlich Erschaffenen schwarzen Loches in eine andere Dimension vordringen. Doch das Expriment mißlang und die EH war spurls verschwunden. Bis heute...
Der Bergungsmannschaft bietet sich dann im Schiff selbst ein Bild des Grauens. Die Mannschaft ist verschwunden, man findet nur eine, durch die fehlende Schwerkraft und jahrelange Odysseus durchs All, tiefgefrorene und entstellte Leiche. Und im Cockpit an eine Blutgetränkte Wand. Alle stehen vor einem Rätsel, bis sich plötzlich alle Ängste der einzelnen Mannschaftsmitglieder manifestieren.
Der Film bietet von Anfang an eine unglaublich dichte und beängstigende Atmosphäre. Natürlich sind einige Dialoge ganz weit von jeglichem Anspruch entfernt, und auch die Logik des Films ist mal weit unter dem IQ von 100 Metern Waldweg! Aber der Film macht in gewissen Sinne einfach Spaß. Es gibt unzählige Schockmomente, die durch die laute Soundkulisse nur noch verstärkt werden, und am Ende fließt sogar noch lieterweise Blut!
Den CGI-Effekten merkt man zwar heute schon ihr Alter an, brauchen sich aber nicht wirklich zu verstecken. Alles in dem Film wirkt aus einem Guß.
Insgesamt gesehen ein extrem spannender Film, dem ein paar besser durchdachte Dialoge noch den letzten Schliff gegeben hätte und er sich in die Reihe der Science-fiction-Horror-Filme einen oberen Platz hätte sichern können.
So macht er aber einfach nur Spaß, und für einen gelungen spannenden Abend reicht er allemal!
8/10
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