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Event Horizon - Am Rande des Universums (1997)

Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 06.01.2009, seitdem 299 Mal gelesen


Neben der "Alien-Saga" dürfte "Event Horizon" das Maß aller Dinge im Genre Sci-Fi-Horror darstellen. Hier lernt man die andere Seite des Paul W. Anderson (Resident Evil, Death Race) kennen. Ein Jahr später konnte er mit "Starforce Soldier" punkten, bevor er in die Welt der Computerspielverfilmungen abdriftete. Hier bewahrheitet sich, dass Anderson die Finger vom Screenplay lassen sollte, um sich voll und ganz der Inszenierung zu widmen. Und mal vorweg, das ist ihm hier bravurös gelungen. Aber man sollte auch Debütant Philip Eisner (The Mutant Chronicles) Respekt zollen für dieses, nicht unbedingt durchdachte, aber wirkungsvolle Drehbuch. Mit Produzent Lawrence Gordon und Paramount im Rücken, hatte Anderson eine gute Basis, sein Können zu beweisen. Mit seinem "Event Horizon" begeben wir uns in die Zukunft. 2040 verschwindet die "Event Horizon", das erste Raumschiff mit einem Antigravitationsantrieb, spurlos. Mit ihr wollte man in unbekannte Dimensionen vorstoßen, doch erst 2047 empfängt man ihr Funksignal. Eine Rettungseinheit unter Captain Miller (Laurence Fisburne) macht sich auf den Weg. An Bord ist auch Dr. William Weir (Sam Neill), der Erbauer der "Event Horizon". Die Einleitung ist Anderson ein wenig zu lang geraten, aber es herrscht schon die ganze Zeit über eine beunruhigende Stimmung. Es dauert schon eine halbe Stunde, bis man das Raumschiff gefunden hat und erste Erkundungen startet. Doch bald geht das große Sterben los, man ist nicht allein an Bord.

Jetzt kommt der übliche Vorwurf bei solchen Filmen. Insgesamt bringt man eine plausibel und verständliche Erklärung, jedoch werden lange nicht alle Fragen geklärt, zum Beispiel was nun die "Event Horizon" beherrscht. Ich will nicht mehr Fragen aufführen, denn ich möcht nicht zuviel verraten. Sobald die Crew das im Nichts treibende Schiff betritt steigt die Spannung kontinuirlich. Mit einer unheimlichen Geräuschkulisse weiss Anderson seine düsteren Sets in Szene zu setzen. Bald bekommt die Crew blutige Visionen und auch Dr. Weir benimmt sich immer merkwürdiger. In der letzten halben Stunde drückt Anderson dann richtig auf die Tube. Die kleine Gruppe um Miller wird stark dezimiert, die Morde sind grausam und vorsicht, es wird ganz schön blutig. Einige Sequenzen erinnern stark an Clive Barkers "Hellraiser" und sind auch ähnlich brutal. Aber Andersons Starfilm verkommt nicht zur tumben Abschlachterei, sondern bleibt auch hochspannend bis zum bitteren Ende. Ein richtiges Happy End hat dieser Film nicht, wäre auch ein wenig unpassend. Mit Laurence Fisburne (Matrix), Sam Neill (Jurassic Park) und Kathleen Quinlan (The Hills have Eyes) sind gute Darsteller an Bord. Daneben agieren noch Sean Pertwee (Wilderness), Richard T. Jones (8 Blickwinkel) und Joely Richardson (Der Patriot).

Nicht alles wird erklärt, die Einleitung könnte ein wenig schneller von Statten gehen, doch ansonsten erwartet den Zuschauer ein schockiges und blutiges Filmchen, welches im Finale nochmal richtig aufdreht. Wer unerfahren in diesem Genre ist, sollte das Licht besser anlassen.


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