Eine Kritik von Fabse (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 20.09.2004, seitdem 0 Mal gelesen
Vielfilmer Paul Anderson hat schon oft bewiesen, wie man interessante Drehbücher in den Sand setzt. Sei es nun primitive Macho-Action wie bei Soldier und Mortal Kombat, oder Verwässern einer Vorlage wie Resident Evil durch Mainstream-Allüren. Event Horizon überzeugt allerdings auf ganzer Linie und ist nicht nur Andersons bestes Werk, sondern auch ein kleines Filmjuwel. Die beklemmende Atmosphäre und die guten Schauspieler heben den Film sehr weit nach oben in den Sci-Fi-Horrorhimmel. Allen voran Sam Neill dreht ab der Mitte des Flicks voll ab und suggeriert dem Zuschauer Einblicke in den Geist eines Psychopathen sondergleichens. Was auch sehr wundert, sind einige derbe Gore-Szenen in der R-Rated-Fassung, die bei uns erstaunlicherweise eine FSK16 erhalten haben. Die Chancen auf eine Unrated-Fassung stehen jedoch denkbar schlecht, da Paramount sich ja noch immer bedeckt hält, was ungeschnittene Filme angeht. Selbst Andersons Engagement für eine Veröffentlichung nutzt da nichts.