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Aftermath, The (1982)
Eine Kritik von SilentTrigger (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 20.11.2002, seitdem 824 Mal gelesen
Zuerst muss ich sagen - Ich liebe Endzeit-Trash und sammle so ziemlich Alles, was Ende der 70er, Anfang der 80er in diesem Genre-Bereich entstanden ist.
Und jeder B-Film Fan muss zugeben, dass kein anderes Sublabel des Action-Trashs soviele Genre-Perlen hervor gebracht hat, wie die Endzeit-Actioner. Leider gehört "The Aftermath" eher zu den schlechteren Produktionen im Endzeit-Abschnitt.
Die Story ist schnell erzählt. Astronaut fliegt ins All, kommt zurück, Erde verwüstet, alle total ausgeflippt, Astronaut macht böse Buben platt und brennt mit schöner Amazone durch. Alles schon tausend mal gesehen! Allein schon der Anfang ist aus mehreren Klassikern zusammengeklaut.
Das dieser Streifen kein Millionen-Budget zur Verfügung hatte, merkt man gleich zu Beginn. Denn das Raumschiff ist mit Taschenrechner-Displays und Papp-Wänden nur so vollgestopft. Auch die Musikuntermalung ist absolut peinlich und erinnert an manchen Stellen eher an eine Bugs Bunny Folge.
Die zerstörten Städte sind allerdings wirklich sehr schön gezeichnet und man merkt nicht sofort, dass diese Szenarien nur Zeichnungen sind. Und auch bei den Shoot-Outs hat man sich Mühe gegeben. Diese sind hart und blutig inszeniert und es gibt sogar 2 kurze Splatter-Szenen im ersten Drittel. Auch der Showdown ist nochmal ziemlich blutig ausgefallen. Doch zwischen den recht ordentlich inszenierten Actionszenen herrscht einfach zuviel Leerlauf. Einfach Langeweile pur, wenn Newman und sein Astronautenkompane über Gott und die Welt philosophieren. Völlig unlogisch, dass Newman das Leben nach dem Atomkrieg besser findet, nur weil er die ganze Technik der "alten Welt" nicht mochte. Lieber kein Elektrosmog als Freunde, Familie, fließend Wasser, Nahrung - aber natürlich doch! Totaler Schwachsinn.
Auch sonst ist der Film voll mit Logikfehlern. So sind manche Gebäude total zerstört und Andere dagegen sehen aus, wie frisch gestrichen und besitzen sogar noch Fenster. Und es kommt auch mal vor, dass Mitten in der Pampa ein frisch lakierter, sauberer Jeep rumsteht. Auch in den Actionszenen hagelt es Regiefehler. So wird einem Typen 3(!!!) Mal mit einer Shotgun in die Knie geschossen und er kann dann in der folgenden Szene wieder rumspringen und vor Newman davon laufen. LOL
Aber alle diese Fehler machen guten Trash aus. Doch um wirklich guter Endzeit-Trash zu sein, fehlt es diesem Film an interessanten Ideen. Viel zu oft kommt Langeweile durch nervige Füllszenen auf. Und Steve Barkett hat sicher nur die Hauptrolle bekommen, weil er selber Regie geführt hat. Und dann diese ständigen Fingerzeig-Szenen, wie als der Opi von der technikversauten Welt von Heute erzählt, in denen Barkett sowas wie eine positive Botschaft übermitteln will. Mich persönlich hat Das oft zum Schmunzeln angeregt.
Was bleibt ist ein eher misslungener Endzeit-Beitrag, der gut und blutig anfängt, danach jedoch immer mehr abflacht und zum Schluss durch seinen Kitsch und seine Naivität regelrecht auf die Nerven geht. Einer dieser Filme, deren Ruf besser ist, als ihr tatsächliches Gesamtbild.
Dann lieber doch nochmal "The Riffs" oder "Fireflash" ansehen.
Rating: 4/10
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