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Ansicht eines Reviews
Blutgericht in Texas (1974)
Eine Kritik von Chivalric (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 17.02.2004, seitdem 1389 Mal gelesen
Ehrlich gesagt, kann ich die Begeisterung meiner Vorredner nicht so recht nachvollziehen und auch die momentane Durchschnittsbewertung erscheint mir ein wenig zu hoch. Gut möglich, dass ich mir den Film mit einer völlig falschen Erwartunghaltung angesehen habe. Ich habe einen Film erwartet, der Spannung aufbaut, tolle Schockeffekte enthält und einem zumindest ein wenig Angst macht.
Mal abgehen von den ersten fünf Minuten, die wirklich beängstigend und verstörend wirken, fehlen diesem Film aber alle oben genannten Merkmale. Der Film wirkt auf mich eher wie eine Dokumentation und nicht wie ein richtiger Film. Spätestens zu dem Zeitpunkt, als Leatherface zum ersten Mal sekundenlang durch den erleuchteten Bildschirm marschiert und sein erstes Opfer, wie einen Fisch "totkloppt" konnte ich diesen Film nicht mehr ernst nehmen; es ist einfach lächerlich grotesk. Es wird einfach keine Spannung aufgebaut, es gibt keine Schockeffekte und man sÃeht das "Monster" Leatherface schon ganz zu Beginn in all seiner Pracht. Der Höhepunkt ist hierbei die Zusatz-Szene, (bin mir nicht sicher ob die normalerweise reingehört) in der der Großvater von seiner Familie dazu ermutigt wird dem Mädchen mit einem Hammer den Kopf einzuschlagen und ihm dieser 4-5 Mal aus der Hand fällt und das Mädchen schließlich fliehen kann. Einen schönen Schlusspunkt setzt dann Latherface mit absolut albern wirkenden Drohgebärden mit der Kettensäge in der Hand.
Noch ein kurzes Wort zu den Charakteren: Selten habe ich einen Film gesehen, in dem sämtliche Charaktere dermaßen unsymphatisch waren. Das kann evtl. an der miserablen deutschen Synchronisation liegen, aber zumindest mir ging es keineswegs so, dass ich mit den Charakteren mitgefiebert hätte.
Diese allzu neagtive Kritik sollte allerdings niemanden davon abhalten sich diesen Film anzusehen, denn wie die anderen Reviews ja beweisen gibt es genug Personen, die diesen Film sehr schätzen und man muss natürlich auch in Betracht ziehen, dass er schon 1974 mit einem minimalen Budget gedreht worden ist. Von einem Meilenstein des Horrorfilms zu reden scheint mir aber auf jeden Fall übertrieben. Das mag aber auch daran liegen, dass ich zu den jüngeren Jahrgängen zähle und mir deswegen die Genialität solcher Produktionen entgeht.
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