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Jack the Ripper - Das Ungeheuer von London (1988)

Eine Kritik von c.funke (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 18.11.2011, seitdem 289 Mal gelesen


 Jack The Ripper
(I-On New Media)

Jack the Ripper! Kein Name ist auch heute noch unter den Kriminalfällen so präsent, wie der des wohl ersten offiziellen Serienmörders. Somit ist es nachvollziehbar, dass die Geschichte um den nie gefassten Mörder oftmals als Vorlage für so manchen Film herhalten musste. Oftmals wurde sich hier nur selten an die historischen Fakten gehalten.

Wir befinden uns in London im Jahre 1888, und ein Mann wird mit seinen Morden ein neues Zeitalter einleiten. Gejagt von Scotland Yard, hier vor Allem durch Inspektor Frederick Abberline und Sgt. George Godley, meint man, die Schlinge um den Täter immer enger zuziehen zu können, doch dieser spielt mit seinen Verfolgern, und tritt durch mysteriöse Briefe und versendeten Leichenteilen an die Öffentlichkeit. Eine neue Ära der Ermittlungstechnik beginnt, indem man sich auf der einen Seite der klassischen Ermittlungsmethoden wie Vernehmungen und Analysen bedient, auf der anderen Seite aber auch Hypnose einsetzt, um eventuell versteckte Hinweise aus eventuellen Zeugen ans Licht zu bringen.

Wer einen authentischen und atmosphärischen Einblick in das Geschehen um den berühmtesten britischen Serienmörder bekommen möchte, der kommt um diese TV-Miniserie aus dem Jahr 1988 nicht herum. Knapp 190 Minuten lang wird dem Zuschauer ein akribisch recherchiertes Drehbuch präsentiert, welches sich an die vorliegenden Fakten hält, und dabei keine langweilige Geschichtsstunde darstellt, sondern ein überaus fesselndes und spannendes Filmhighlight darstellt! Gerade die Wahl des Hauptdarstellers Sir Michael Caine (Batman Begins, Harry Brown) als Inspektor Frederick Abberline und Lewis Collins als Sgt. George Godley wissen zu überzeugen, aber auch die Nebenrollen wurden sorgfältig und hochkarätig besetzt!

Die vorliegende Blu ray aus dem Hause I-On New Media liefert den Film in einer guten Qualität was Bild und Ton angeht. Gelegentliches Bildrauschen und einige Unschärfen sind zu verschmerzen, der Ton ist durchgehend gut.Im Bonussektor findet man eine kurze Dokumentation über den Fall Jack the Ripper, des weiteren hat man noch über 20 Minuten geschnittene Szenen (dies sind aber zumeist Szenen, welche vorab mit anderen Darstellern gedreht wurden, eh man sich für die späteren Darsteller entschied), eine Trailershow und einen Audiokommentar.

Regisseur David Wecke gelingt eine gut und liebevoll ausgestattete Verfilmung einer immer noch fesselnden Geschichte! Die Wahl der durchweg hochkarätigen und spielfreudigen Darsteller und die liebevolle Ausstattung tun ihr übriges, dass es sich bei dieser Verfilmung um eine der besten und überzeugendsten Abhandlungen zu diesem Thema handelt!

CFS


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