Eine Kritik von Alex+ (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 25.08.2005, seitdem 383 Mal gelesen
Wieder mal ein Filmchen, der allerorts hoch gelobt und gepriesen wird; und was ist wirklich dran an all den Lobhudeleien? Ein sehenswerter und unterhaltsamer Film, der nur leider auf weiten Strecken hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Drei Jugendliche leben ihre systemkritische Einstellung im Einbrechen und Umräumen des Interieurs von Luxusvillen aus. Als unerwartet bei einem nächtlichen Einsatz der Hausherr auftaucht, wird selbiger in der Not der Situation kurzerhand gekidnappt. In einer abgelegenen Almhütte kommt es zwischen Entführern und Entführtem zu Grundsatzdiskussionen über Leben und Gesellschaft. Und gerade hier bleibt die Story hinter den Möglichkeiten zurück. Die grundsätzlich tolle Idee wird nur oberflächlich abgehandelt und verschenkt viel Potential. Der an eine lockere Komödie angelegte Schluß, verwässert das Ganze noch zu guter letzt. Die technische Umsetzung (Kameraschnitt) und die zu auffälligen Imrovisationen der Schauspieler im Gegensatz zum "aufgesagten" Drehbuchtext störten auch ein wenig. Schlußendlich hat man schon größeren Mist aus deutschen Landen gesehen, aber mehr als guter Durchschnitt ist "Die fetten Jahre sind vorbei" auch leider nicht.
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