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Eraser (1996)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 11.01.2007, seitdem 325 Mal gelesen


Der langsame Beginn von Arnolds Karriereende

Es sollte nicht mehr sehr lange gehen für unseren liebsten Leinwand-Österreicher. Die Karriere neigte sich dem Ende zu, „End of Days“ der passende Titel eines seiner letzten Werke. Man hat es aber auch schon gemerkt, so fit wie einst war der Gov`ner auch nicht mehr, klar, irgendwann erschlaffen auch die härtesten Muskeln. 1996 nun versuchte man es nochmals mit einem Werk, welches vor allem die Fans des Actionkinos ansprechen sollte, der „Eraser“ war all das, was Arnold immer war – cool, stoisch, überlebensgroß. Doch leider machten sich hier auch schon die ersten Anzeichen des ausgehenden handgemachten Effektkinos bemerkbar, der Computer übernahm diese Abteilung, und das trübt das Vergnügen doch ziemlich. Denn gut gewollt und schlecht gekonnt darf im Kino nicht passieren.

Dabei ist die Story als Aufhänger für Dauerfeuer und stetige Action prima geeignet. Schwarzenegger gibt den U.S. Marshal John Kruger, ein Einzelgänger, wie er im Buch steht. Sein Auftrag: das beschützen von Menschen im Zeugenschutzprogramm der Regierung. Der aktuelle Schützling jedoch wird von vielen Seiten versucht umzubringen, denn die junge Dame will gegen eine Waffenfirma aussagen. Dumm nur, daß auch Krugers Vorgesetzte keine weiße Weste haben, und so steht der Marshal auf einmal alleine einer Übermacht gegenüber, die zu allem Übel auch noch mit neuartigen elektromagnetischen Waffen ausgerüstet ist. Doch das Ende des Films ist von Beginn an klar – die Übelwichte erhalten ihren verdienten Lohn, Arnold triumphiert, Selbstjustiz triumphiert. Aber das kennen wir ja schon seit den Zeiten von „Raw Deal“…

James Caan mit dabei, Arnold schwer bewaffnet…aber trotzdem nur sieben Punkte. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zunächst sind zu nennen die wirklich miserablen Computereffekte. Wenn man auf gute alte Art ein Lagerhaus in die Luft jagt, dann darf hinterher nicht billiges Feuer aus dem Rechner an den Überresten entlangzüngeln. Computeranimierte Krokodile sollten nicht schlechter aussehen als Gummikameraden, und ein Sprung aus dem Flugzeug…nun, nicht so wie hier, denn das wirkt nur lächerlich. Auch die Story rund um neuartige Waffen und die gute Zeugin ist ein alter Hut, und wäre da nicht Arnold, dann wäre das alles nix. Doch so haben wir auch Härten, es gibt Blut und Morde, die Action ist gut verteilt und recht vielfältig, da ist für jeden Geschmack was dabei. Aber der Funke will nicht überspringen, man sieht, daß es nicht mehr lange so weitergeht. Schade, ein Held der Jugendtage verläßt die alten Pfade, und wir weinen leise hinterher…knappe 7/10.


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