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Laughing Dead (1989)
Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 31.12.2007, seitdem 392 Mal gelesen
Azteken, Maya, Festival der lachenden Toten, - die Mexikaner umgeben sich mit solchen Dingen. Dazu Hohepriester, Menschenopfer, ein Gott des Todes und ein neues Zeitalter.
Das alles ergibt einen reichlich schrägen Mumpitz, auf den der Trash-Freund nach leider ziemlich langer Aufbauzeit stößt.
Oder anders: Nach 45 Minuten kommt endlich Freude auf.
Denn bis dahin kann das Geschehen rund um die Gruppe einer Archäologie-Exkursion kaum Interesse wecken. Da gibt es einen katholischen Father, dessen entsprechend unehelicher Sohn mit Mutter an der Tour teilnimmt (Sohn lehnt Vater natürlich ab, ohne die wahren Fakten zu kennen), dazu ein Dicker, der billige Sprüche klopft, ein Nörgler, eine Halbasiatin, die vor dem Schicksal ihres sterbenden Vaters flieht und ein New-Age-Paar, das während der Vorlaufzeit mit zahlreichen Meditationen und Esoterik-Geschwafel besonders nervt.
Bis der erste Mord in Form einer Enthauptung mit Landung des Schädels in einem Basketballkorb stattfindet, ist schlicht Langeweile angesagt.
Dann aber geben sich skurrile Momente und splatterige Szenen die Klinke in die Hand, auch wenn das Geschehen zeitweise überhaupt keinen Sinn mehr ergibt.
Dem Father wird während eines vermeintlichen Exorzismus das Herz ausgetauscht, woraufhin er zunehmend dämonische Anwandlungen erfährt und seinen Sohn als Götter-Opfer darbringen will, als Maya verkleidete tauchen im Nebel auf und bewirken unheilvollen Zauber, um sich anschließend in Luft aufzulösen, man wirft Kristalle auf einen Besessenen und landet nach Durchschreiten einer Geisterwand in einem Höhlenlabyrinth, wo es final zum Kampf zweier Götter kommt, - und zwar in Form von zwei echsenartigen Gummimonstern, die sich kaum bewegen können.
Wem das noch nicht genug Trash ist, der konzentriert sich natürlich auf die Splatterszenen, von denen es einige zu erspähen gibt.
Neben der Enthauptung gegen Filmmitte, fährt ein Bus über einen Kopf, auf dass ein Augapfel hervorquillt, ein Arm wird herausgerissen und demselben Opfer in den Mund geprokelt, ein Gesicht wird durchschlagen und einer an einer Wand platt gebügelt.
Allerdings gibt es nicht allzu viele blutige Szenen, die der lahmen ersten Hälfte ausgleichend entgegen wirken können. Leider, so muss man bei der teilweise recht nervigen Charakterisierung sagen, überleben die meisten Expeditionsteilnehmer.
Wozu sicherlich auch die nervige Porno-Synchro beiträgt, die den kaum talentierten Darstellern jegliche Anflüge von Können rauben. Wobei, die völlig unpassend klingende Musikuntermalung aus dem preiswerten Synthesizer hat schon wieder ihren eigenen Charme und auch Dialoge kommen im Kontext so unterirdisch, dass sie unweigerlich ein Schmunzeln hervorrufen.
All das bringt, wie erwähnt, jedoch erst ab Hälfte der Laufzeit einen gewissen Spaß.
So bleibt am Ende ein zweigeteilter Streifen, der erst gegen Ende mit witzigen Einfällen und vor allem temporeichen Szenen in ansprechender Kulisse punktet.
Da kommen schließlich Grummelzombies, eine Nebelmaschine und ein klavierspielender Freizeit-Azteke zum Einsatz, was dem bis dato eher miesen Gesamtbild noch etwas Auftrieb beschert. Splatter - und Trash-Freunde werden sich während der ersten Hälfte wahrscheinlich eher langweilen und sollten indes schlichtweg etwas vorspulen/Kapitel überspringen, um etwas Spaß zu haben.
Knapp
6 von 10
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