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Taxi Taxi (2000)
Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 13.05.2008, seitdem 129 Mal gelesen
Daniel Morales (Samy Naceri) lernt endlich den Vater seiner Geliebten Lilly (Marion Cotillard) kennen. Dieser ist General und soll den japanischen Premieminister in Marseilles begrüßen. Nur durch den rasenden Daniel kommt er dort pünktlich an. So wird Daniel auch dazu gezwungen den Premieminister zu fahren. Doch Dieser wird während der Fahrt von Yakuzas entführt. Commissaire Gibert (Bernard Farcy) ist fassunglos und setzt Émilien (Frédéric Diefenthal) auf den Fall an, der sich gerade so richtig in seine Kollegin Petra (Emma Wiklund) verknallt hat. Doch bei einem Einsatz wird Petra entführt und erneut müssen Daniel und Émilien den Fall auf eigene Faust klären. Dabei hilft ihnen Daniels getuntes Taxi.
"Taxi" war ein Riesenerfolg und das nicht nur in Frankreich. Erfinder und Produzent des gelben Flitzers ist Luc Besson (Leon - Der Profi, das fünfte Element), der auch zu "Taxi Taxi" das Drehbuch schrieb. Knapp zwei Jahre ließ er sich dazu Zeit, um ein nur ordentliches Sequel auf die Beine zu stellen, ganz auf das französiche Publikum zugeschnitten. Das Budget wurde ein wenig erhöht, der Erfolg konnte sich sehen lassen, denn die Einspielergebnisse des Erstlings wurden getoppt. Auch wählte Besson einen anderen Regisseur, nämlich den gebürtigen Franzosen Gérard Krawczyk (Wasabi), welcher drei Jahre später auch den dritten Teil inszenieren durfte.
Erneut hat die Story nur eine Alibifunktion und ist maßlos übertrieben. Der japanische Premieminister wird nicht nur gekidnappt, sondern auch hypnotisiert, damit er auf einer Festivität einen Mord begeht. Der Plot bleibt ohne Ideen und völlig spannungsfrei.
Dafür stimmt das Verhältnis zwischen Daniel und Émilien. Natürlich gilt es im Sequel, deren Liebesleben zu erweitern. Daniel lernt endlich Lillys Vater kennen und Émilien schafft es Petra um den Finger zu wickeln und besteht endlich die Fahrprüfung. Wirklich schade nur, dass der Humor so klamaukig wird. Einige Gags sind auch hier Volltreffer, doch gerade der zu dämliche Gibert ging mir gewaltig auf den Wecker. Auch neigen einige Darsteller zum Overacting, oder tischen uns Kindergartenwitze auf. Das mögen die Franzosen witzig finden, jedes Land hat nun mal seinen eigenen Humor, doch mir ist das zu lächerlich und klamaukig. Dies trifft aber Gott sei dank nicht auf den Großteil des Humors zu. Man kann hier herzhaft lachen, ausserdem drückt Krawczyk mächtig auf die Tube. Neben tollen Verfolgungsjagden mit witzigen Stunts, wo auch Daniels Taxi zum Einsatz kommt, gibt es wieder jede Menge Sachschäden, kleine und unspektakuläre Schusswechsel und zwei nette Martial Arts Einlagen. In den knapp 85 Minuten Lauflänge herrscht stets ein hohes Tempo, aber auch die Actionszenen sind wesentlich übertriebener als im Vorgänger. Daniels Taxi hat hier auch Flügel, was einfach zuviel des Guten ist.
Der Score ist wieder mal ein Volltreffer und bei der Kulisse gibt es diesmal auch einen kleinen Wechsel, denn das Finale findet in Paris statt.
Kein Zweifel, "Taxi Taxi" macht unheimlich Laune und unterhält lückenlos, ist mir jedoch viel zu klamaukig, zeitweise sogar dämlich. Über die fast nicht vorhandene Story kann ich ja noch hinwegsehen, aber nicht über den gewöhnungsbedürftigen Humor. Das Original bleibt mein Favorit.
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