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Street Trash (1987)

Eine Kritik von Classic Videomaster (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 29.12.2011, seitdem 157 Mal gelesen


Guter, alter Melthorror!

Auch unter den Billigramsch-oder Videothekengrabbeltisch finden sich Filmperlen, so wie dieser recht unbekannte Bodymelt (oder auch Schmelzhorror genannt).
Street Trash dreht sich um eine Schrottplatzgang, deren Tagesablauf aus stehlen, saufen, rülpsen und vergewaltigen besteht. Eines Tages entdeckt ein Ladenverkäufer hinter der Wand seines Geschäftes eine Kiste gefüllt mit Getränkeflaschen, deren Inhalt wohl mehr wie makaber erscheint. Er macht sich ein Geschäft mit dem Fund zunutze und verkauft die Fläschchen für je einen Dollar an geldknappe Strassenpenner. Die bedanken sich für den Trunk und bekommen's gedankt, indem sie platzen, schmelzen und so weiter und sofort. Dem Anführer der rivalisierenden Schrottplatzgang passt dies weniger in den Kram und rebelliert.
 
Zu vermerken ist, das trotz niedrigem Budget recht gute Splattereffekte entstanden sind und die grottig-verwahloste Story in den Hintergrund drückt. An Sinnvolumen darf hier nicht gehofft werden, denn die stümperhaften und laiengemässen C- No- Name Darsteller sehen alles andere wie Leinwandhelden aus, aber amüsieren doch gleichzeitig mit trockenem und makabren Strassenhumor, der doch so süffig und nüchtern erscheint, wie das reale, raue Leben in the Streets of USA.
Es wird ordentlich geschmelzt, was den Hauptaugenmerk des Filmes ausmacht, da ändert auch der  rahmenhandlige Mafianebenstrang nichts mehr. Es wird auch vergewaltigt und nekrophiliert, und im Finale ordentlich nochmal blutig nachgezuckert, ohne dabei den selben skurillen Witz nicht zu verlieren.
In der Finalscene wird noch ein cooler und hitparadenverdächtiger Song eingespielt, gesungen vom Mafiaboss selbst.
Also, wer es deftig und eklig mag, ist mit Street Trash bestens bedient, natürlich nur in der indizierten Originalfassung, versteht sich. Wer allerdings anspruchsvollen Horror  oder Slasher von der Stange erwartet, der sei gewarnt und sollte die Finger von lassen. Denn dieser Genreausflug ins Subgenre des Horrorfilms wird ein Trip, den man so schnell nicht vergessen wird.

Fazit: Coole Typen, voll beschränkt und doch humoriert, waten in einem Bad voller grotesker Einfälle und superber Spezialeffekte, die trotz niedrigem Budget gut dosiert eingesetzt wurden. Für den Bierabend genau das richtige.


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