Eine Kritik von Moscher (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 02.11.2004, seitdem 529 Mal gelesen
Nach einer kurzen Einleitung über die Verbreitung von Fast Food Läden verkündet Morgan Spurlock in bekannter Jackass-Tradition, dass er sich 30 Tage lang ausschließlich mit täglich drei Menüs von McDonald ernähren wird. Wenn die Verkäuferin ihn nach der Supersize Portion fragt, muss er sie nehmen. Was folgt ist schmerzhaft wie Jackass, unterhaltsam wie die Dokumentationen eines Michael Moores und findet ganz nebenher auch noch die Zeit, die Esskultur der Amerikaner wie auch das Angebot in Schulmensen näher zu beleuchten. Supersize me macht Spaß und es geht nicht vorrangig darum, zu zeigen, was wir ohnehin schon zu wissen glauben. Vielmehr regt der Film dazu an, über die eigenen Essgewohnheiten nachzudenken. Indem sich Spurlock nach nur 16 Tagen, einer Gewichtszunahme von acht Kilo und einer Leber, die laut seinem Arzt ausschaut wie die eines Alkoholikers, widersetzt und sein Experiment zuende führt, geht er einen Schritt weiter und zeigt was für Schäden wir uns binnen kürzester Zeit und nur durch unsere scheinbar harmlose Nahrung antun können.
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