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Yukon (1981)

Eine Kritik von deadlyfriend
eingetragen am 12.02.2012, seitdem 96 Mal gelesen


Der Trapper Albert Johnson wird Zeuge eines Hundekampfes und kauft das schwer verletzte, unterlegene Tier seinem Besitzer ab. Allerdings rückt der den Hund nur widerwillig gegen 200 Dollar raus und fühlt sich vom Trapper ziemlich gedemütigt. Er schwört Rache für die Verletzung seiner Ehre und folgt ihm mit einigen Kumpels bis zu seiner Hütte. Dort kommt es zu einer Schießerei, bei dem einer der Rednecks im Kugelhagel stirbt. Die Übrigen stellen es bei der Mounted Police als Mord hin und die Jagd auf Johnson beginnt. Das Problem ist nur: Der Trapper ist Charles Bronson

Dieser ist wieder mal in absoluter Bestform und gibt einmal mehr seine Paraderolle als einsamer Held, der gegen Ungerechtigkeiten kämpft. Dies macht er auch hier, wobei er gleich mehrere Feinde hat. Nicht nur die Jäger hinter ihm, sondern auch die unwirtlichen, schneebedeckten Berge des Yukon Arials entpuppen sich schnell als Feind. Nicht zu vergessen das in diesem Gebiet auch noch ein unheimlicher Trapper-Killer sein Unwesen treibt, der es auf die Goldzähne seiner Opfer abgesehen hat. Durch diese Konstellation ist natürlich eine Menge Potenzial für Action und Spannung gegeben, welches Bond-Regisseur  Peter R. Hunt auch kräftig nutzt. Allerdings verliert er sich jetzt nicht in einem Feuerwerk, sondern wechselt das Tempo hervorragend ab. Trotzdem bleibt die Spannungsdichte sehr hoch und wenn man die Inszenierungen des Actionkinos Anfang der 80er mag, wird man voll auf seine Kosten kommen. Charles Bronson ist natürlich ein Garant dafür, allerdings hat er hier mit Lee Marvin und Carl Weathers hervorragende Gegenspieler, weshalb auch die ruhigeren Szenen immer von hohem Interesse sind. Gerade Marvin spielt hier wieder den knorrigen und desillisionierten Mounty hervorragend, weil seine Figur an der Schuld Johnsons zweifelt, obwohl sie ihn jagt.

Was den Film ebenfalls Besonders macht, ist die Mischung aus Actionkino und Western-Flair, da der Film zwar die klassischen Westernmotive nutzt, aber eben in einer Zeit spielt in dem die ersten Flugzeuge zur Jagd eingesetzt werden. Zudem basiert der Film auf der realen Geschichte vom Trapper Albert Johnson, der Anfang der 30er Jahre durch die Royal Canadian Mounted Police durch das Yukon Territorium gehetzt wurde. Auch aus diesem Gesichtspunkt heraus, hebt sich der Film vom Einheitsbrei ab und kann jedem Fan des 70er und 80er Kinos ans Herz gelegt werden.


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