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Mörderpuppe, Die (1988)

Eine Kritik von tyler_durden (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 23.08.2004, seitdem 639 Mal gelesen


1988 erblickte ein Horrorfilm im Dschungel der Slasherfilme das Licht der Welt, der anders war als der Rest vom Schützenfest. Anders, nicht weil hier der Killer eine pinke statt einer weißen Maske trägt oder mit Löffeln statt mit Messern mordet, sondern weil er hier eine kleine fiese "Good Guy" Puppe ist.

Der Film beginnt damit, das der gesuchte "Uferschlitzer" Charles "Chucky" Lee Ray (Brad Dourif - der geborene Psychopath) vom Cop Mike Norris (Chris Sarandon) tödlich angeschossen wird. Mit letzter Kraft kann er in einem Spielzeugladen eindringen und befördert seine Seele mit Hilfe von Voodoozauber in eine Puppe. "Chucky" ist "geboren".

Gleichzeitig feiert ein kleiner Junge namens Andy (Alex Vincent) seinen sechsten Geburtstag und wünscht sich nicht sehnlicher als eine "Good Guy" Puppe. Wie der Zufall so will kauft seine Mutter gerade jene, in der der böse Geist von Charles Lee Ray verweilt. Da sich "Chucky" dem Jungen offenbart, wer er wirklich ist, ist Andy die einzige Person, die "Chucky" zur Reinkarnation zurück in einen menschlichen Körper per Voodoozauber verwenden kann.
Als dann der erste Mord geschieht ist Andy natürlich der Verdächtige, denn wer glaubt schon einem sechsjährigen Dreikäsehoch das seine neue Puppe einst ein Serienkiller war....

Die Story über eine Mörderpuppe an sich ist zwar sehr originell aber trotzdem ist es im Gesamtkontext halt "nur" eine weitere Slasherproduktion mit den üblichen Zutaten (niemand glaubt dem Opfer, Killer hält sich für unverwundbar etc,). Doch trotzdem ist der Film besser, weil viel spanndener inszeniert, als viele seiner Genrekollegen.

Auch schaupielerisch bietet der Film mehr, als man sonst vorgesetzt bekommt. Zwar bleibt das Ganze immer noch auf B-Niveau, aber für einen Horrorfilm dieser Art ist das schon recht gut. Nur hätte man in der deutschen Fassung eine andere Synchronstimme für den kleinen Jungen nehmen sollen, denn die verwendete ist schon recht nervig.

Effektmäßig wird hier nicht wie üblich ein Blutbad sondern eine geschickte Platzierung von Schockelementen geboten, die ohne große Gewaltdarstellung auskommen, was dem Film aber keinesfalls schadet sondern ihm nur zu Gute kommt.
Ohne Zweifel ist "Chucky" sicher einer der ungewöhnlichsten Killer des Genres aber trotzdem nicht minder gefährlich als seine Kollegen namens Jason, Michael und Konsorten.

Sein erster Auftritt jedenfalls ist ein spannender und unterhaltsamer Film geworden, dem man jedem Horrorfilmfan nur empfehlen kann.

9 von 10 Punkten.


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