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Freitag der 13. - Das letzte Kapitel (1984)
Eine Kritik von Chili Palmer (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 19.02.2009, seitdem 278 Mal gelesen
Der mit Corey Feldman und George McFly und Tom Savini in Hochform.
Haben’s hinter sich: 13 Personen.
Auweia, jetzt war im dritten Teil sogar das 3-D-Ass gezogen worden, um die Serie spannend zu halten, und Jason hatte doch via Axt recht unwiderruflich den Löffel abgegeben.
Das stellte die Konzeption eines vierten Teils auf wacklige Beine, verstärkt durch den Fakt, dass Jason Einzelkind war und seine Mutti mittlerweile doch recht streng roch.
Wer sollte jetzt den Job machen?
Alles kein Thema, Jason hat nur mal kurz die Augen zugemacht, ihm geht’s bestens, und nachdem er sich im Krankenhaus das unzüchtige Treiben der Nachtschicht zur Genüge angetan hat, stiefelt er schnurstracks zurück zu seinem geliebten See. An dessen Ufer wohnt die Familie Jarvis minus Papa, der gerade die Midlife-Crisis-Rappel bekommen hat. Der Filius verarbeitet die angespannte Familiensituation mit dem Zocken von Ballerspielen und dem Erstellen von Horrormasken (da kommt wirklich alles zusammen, was besorgte Verbände besorgt) und wird von Corey „Ich bin die Achtziger“ Feldman dargestellt. Interessiert verfolgt er gemeinsam mit seiner großen Schwester Trish und Familienretriever Gordon den Einzug der Ferienmeute gegenüber, die sich selbstverständlich wieder aus sexhungrigen Teenagern rekrutiert (die ungewarnt anrollen, da der Posten des Verdammnispredigers nunmehr vakant ist).
Unter ihnen: Ein Junge mit Kindercomputer, der zur Mitte hin noch einen Filmschatz von historischer Tragweite bergen wird, und Crispin Glover, seines Zeichens Filmpapa von Michael J. Fox in „Back to the Future“, der auch im vorliegenden Fall so dermaßen den George McFly gibt, dass es unheimlicher ist als der Film selbst.
Joseph Zito, der danach mit seinem Darsteller Carlos Ray Norris noch mit differenziertem Politkino von sich reden machte, leistet hier nämlich leider nur Dienst nach Vorschrift. Ohne Miners Händchen für Timing reiht er stur Bluttat an Bluttat. Spannend wird sein Film nur, wenn abwechselnd Savini und das Stuntteam Glanztaten vollbringen (allein drei Fensterstürze, einer davon von Powerhund Gordon, werden hier präsentiert), um den Puls des Zuschauers wenigstens kurz mal empor zu treiben. Und geradezu ärgerlich wird’s, wenn er mit Jason den König aller Wasserscheuen zur nächtlichen Badeattacke auf ein Schlauchboot blasen lässt. Diese wenigen Fakten, die die Filme präsentierten, selbst sie werden hier schmählich missachtet. Und neue, wenigstens im Ansatz interessante Ideen wie ein rachsüchtiger Jäger mit Machete, der in Erwartung Jasons im Wald campiert, versanden völlig wirkungslos.
Mit dem Ergebnis, dass sich die Serie hier wirklich, wie ursprünglich geplant, mit dem „finalen Kapitel“ hätte verabschieden können, denn die Abnutzungserscheinungen des Konzepts sind gerade bei derart traniger Regieleistung auffällig. Sicher, das Finale macht noch einmal kurzfristig Alarm, wenn Killerspiele, familiäre Schräglage und Notwehr kulminieren, aber irgendwie ist das alles zu abgeschmackt, ohne Fortsetzungspotential. Oder sollte da womöglich doch noch eine Möglichkeit gegeben sein?
Ich befrage dazu mal kurz meinen Kindercomputer…
…Hey! Der nennt mich „Deadfuck“!
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