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American Fighter 4 - Die Vernichtung (1990)

Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 03.07.2002, seitdem 1272 Mal gelesen


„American Fighter 4 - Die Vernichtung“ richtet sich eigentlich nur noch an Action- und Ninjafans, kann aber durchaus unterhalten.
In der Eröffnungsszene werden einige Mitglieder einer Delta Force Einheit von Ninjas durch den Busch gejagt, ehe am Ende die letzten vier Überlebenden gefangengenommen werden. Zwar etwas unbeholfen inszeniert, aber ganz nette „Hirn aus“-Action.
Drahtzieher sind ein ehemaliger britischer Polizist und Scheich, die eine Atomwaffe entwickelt haben, die in einen Aktenkoffer passt. Für die vier Männer wird Lösegeld gefordert, aber die sparsame US-Regierung schickt ihre Agenten Sean Davidson (David Bradley) und samt Partner los. Diese prügeln und flüchten dann durch die erste Hälfte des Films, ehe auch sie geschnappt werden. Hier ist nicht viel los, lediglich zwei der Kampfszenen (Kampf gegen die Ninjas im Wald & Kampf des gefesselten Sean gegen einige Bewacher) sind wirklich sehenswert.

So muss nun Joe Armstrong (Michael Dudikoff) reaktiviert werden, um die ganze Bagage zu befreien. Der ist zwar dem Friedenskorp beigetreten, aber da Sean ein Freund ist, macht er sich noch ein letztes Mal auf, um einige Ärsche breitzutreten.
Tja, soweit so simpel die Geschichte des vierten Teils der berühmt-berüchtigten „American Fighter“-Saga, in der Dudikoff (Teil 1,2 und 4) und Bradley (Teil 3,4 und 5) gemeinsam auftreten; viel mehr als nettes Zwischendurch-Futter für Actionfans ist aber nicht draus geworden. Auch der Plot ist stellenweise geklaut (so treten z.B. einige Rebellen im „Mad Max“-Stil auf), aber die Geschichte ist ein wenig besser ausgearbeitet als in Teil zwei, wo der Plot lediglich die Actionszenen zusammenhielt.
Ansonsten geht die Story ziemlich straight auf den Schlussfight zu. Wahrscheinlich dürfen sich deshalb diesmal zwei Kampfmeister aufmachen, da für der Ideenreichtum des Drehbuchautors nicht für einen Auftrag reichte. Ist letztendlich aber egal, denn auch wenn man nicht vor Begeisterung vom Sofa fällt, so ist die Geschichte ohne allzu große Längen.

Die Kämpfe sind dann auch recht akrobatisch und gut choreographiert, was den Film dann auch noch zur netten Unterhaltung für Genrefans erhebt. Einige Auseinandersetzungen werden auch mit Ninjawaffen bestritten, was für zusätzliche Würze sorgt. Aber im Vergleich zu Teil eins und zwei der Serie schneiden die Kämpfe im punkto Länge und Qualität leider ein wenig schlecht ab.
Michael Dudikoff ist mit seiner Minimalmimik immer noch der beste Darsteller an Bord. Doch im Vergleich zu den Knallchargen unter den Bösewichten gibt er als Held mit unbewegtem Gesicht noch eine versöhnliche Leistung (denn keine Leistung ist irgendwie noch besser als eine schlechte). Über David Bradley sprechen wir besser nicht (vor allem wenn man bedenkt, dass dieser Teil fünf verbrochen hat).

„American Fighter 4“ taugt als netter Prügelactioner für zwischendurch für Anhänger des Genres; der Rest der Welt braucht ihn nicht gesehen zu haben.


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