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Jennifer 8 (1992)

Eine Kritik von Killswitch (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 02.02.2009, seitdem 527 Mal gelesen


"Sterben ist Grausamkeit an Ahnungslosen. Stark muß man sein, sogar wenn Fremdes stirbt." Rainer Maria Rilkes - Die Blinde"

Regisseur Bruce Robinson legte eine durchaus interessante und gelungene, dritte Regiearbeit vor. Desto überraschender ist es, das Robinson danach keine Filme mehr drehte. "Jennifer 8" war zudem auch nicht wirklich als finanzieller Flop zu bezeichnen.

Die Story ist nicht neu, aber sehr stimmig und durch die düstere, verschneite Kulisse recht spannend geraten. Alleine die Anfangssequenz, welche auf einer Müllkippe gefilmt wurde wirkt stark realistisch. Man kann den Schmutz und den Gestank förmlich riechen. Klasse eingefangen und stark gespielt.

Das ist auch der Übergang zu den Protagonisten in "Jennifer 8". Einer der damaligen Stars, Andy Garcia (Internal Affairs, Black Rain) übernahm hier die Hauptrolle des jungen, ehrgeizigen Großstadt-Cops John Berlin. Jener wurde auf Empfehlung seines Ausbilders und väterlichen Freundes Ross (Lance Henriksen, Aliens, Terminator) in das kleine Kalifornische Kaff Eureka versetzt. Die beiden Freunde sind von nun an Partner und schon einen Tag vor Berlin's Dienstantritt finden sie auf einer Müllkippe eine männliche Leiche. Selbstmord ist die Diagnose. Doch bei der Suche nach der Tatwaffe findet man eine Frauenhand. Ein Indiz, welches zu einem lange Zeit ungeklärten Mordfall passt. Der Killer tötet vornehmlich blinde Frauen. Die blinde Jennifer (Uma Thurman, Kill Bill, Pulp Fiction) könnte das nächste, das 8te Opfer sein.
Die Leistungen sind gehobenes Schauspiel. Garcia agiert gewohnt cool und Henriksen mimt den alternden Cop wie immer sehr engagiert und souverän. Den beiden voran toppt aber Uma Thurman die beiden Hollywood-Mimen. Ihre Darstellung der blinden Jennifer ist grandios gelungen. Anfangs war ich sehr skeptisch darüber, ob sie eine solch schwierige Rolle meistern könnte. Definitv konnte sie das. Man nimmt ihr die Blindheit jede Sekunde ab.

Der Höhepunkt ist zweifelsohne die nächtliche Observierung des Wohnheims. Fulminant inszeniert und sehr spannend. Einzig und allein die Entlarvung des Killers ist zu früh angesetzt. Wenn man den Film aufmerksam verfolgt kommt man sehr schnell auf den Trichter, jenes Gefühl wird durch einen Dialog stark unterstützt.

FAZIT:

Stark gespielter, atmosphärischer Psycho-Thriller mit guten Darstellern und immenser Spannungskurve. Sehr gelungen!

8/10


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