|
 |

Ansicht eines Reviews
Garuda (2004)
Eine Kritik von LJSilver (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 15.08.2004, seitdem 1411 Mal gelesen
Garuda ist eine Hommage an die Nippon-Monsterfilme ala Godzilla. Nur flitzen hier Thais statt Japaner! Garuda ist übrigens ein thailändisches Fabelwesen, halb Mensch halb Vogel, welches in der Gesellschaft eine große Bedeutung einnimmt. Schade, dass der Regisseur diesen Punkt nicht ausgebaut hat.
Obwohl die Handlung des Films durchaus ernst ist, lässt es sich der Regisseur nicht nehmen, ab und zu ein paar typische Monsterfilm-Schenkelklopfer einzubauen, etwa bei der Sache mit dem Schaffner in der U-Bahn.
Doch bevor wir zur U-Bahn kommen, gibt's erst einmal eine Stunde lang klaustrophonische Kämpfe in einem unterirdischen Tunnelsystem nach Predator- bzw. Alien 3- Manier. Es wird geballert bis der Abzug klemmt, alles absolut sinn-, logik- und storyfrei. Im letzten Teil des Films darf das Monster dann auf der Oberfläche Bangkok dem Erdboden gleichmachen, auch hier wird wieder viel geballert, in die Luft gejagt und geflitzt ;-)
Garuda ist der 1. Film in Thailand, der mit digitaler Kamera gedreht wurde und auf massiven CGI-Einsatz setzt. Durch den ganzen Film ziehen sich Farbfilter in hochinteressanten und schicken Variationen, die dem Film durchaus eine Menge Style verleihen. Die Kamerarbeit ist spektakulär und zeugt davon, dass sich der Regisseur vor dem Dreh eine Menge Horrorfilme angesehen haben muss, denn so ziemlich jede Suspense-Kameratechnik wird mal ausprobiert: Vom "langsamen Umdrehen und entsetzt in die Kamera gucken" über das Alien-mäßige "Observieren und von der Decke attackieren" bis zum schnellen Überraschungsangriff reicht die Palette, sogar so etwas wie Bullet-Time gibt es neben viel Zeitlupe in ein paar Szenen.
Die Qualität der CGI-Effekte ist durchaus gut für einen asiatischen Film. durch die comicartige Farbgebung auf Grund der erwähnten permanenten Farbfilter wirken selbst etwas billige Effekte wie CGI-Explosionen nicht wirklich störend. Die passen einfach ins trashige Gesamtbild.
Die Story ist absolut hirnrissig sowie lückenhaft und will Gott sei Dank auch nicht wirklich ernstgenommen werden, auch wenn der langatmige Beginn etwas anderes vorgaukelt. Aber nach ca. einer Stunde interessiert sich weder der Film noch der Zuschauer mehr für Wissenschaft oder Forschung - alles geht in der wilden Action unter - im positiven Sinn.
Die Hauptdarstellerin, das deutsch-thai Model Sara Legge ist Laie, stand vor dem Film noch nie vor einer Kamera und hatte Probleme sich darauf einzustellen. Dies fällt aber überraschenderweise kaum auf, villeicht, weil sie parallel zum Dreh Schauspieluntericht bekommen hat. Respekt! Der Thai-Cast ist gut, der kanadischstämmige Sidekick von Legge neigt zum Overacting und bringt in etliche Szenen ein komödiantisches Element ein.
Fazit:
Trashiger CGI-Monsterfilm aus Thailand mit hübscher Optik, guter Action und kaum Langweile! Ideal für Zwischendurch oder den Herrenabend!
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von LJSilver
Zurück
 |
 |
|