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Spider-Man 2 (2004)

Eine Kritik von Bretzelburger (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 14.05.2006, seitdem 2374 Mal gelesen


Spiderman 2 entspricht gerade in seinem Fortsetzungscharakter der in Teil 1 kongenial zur Comicserie eingefangenen Atmosphäre.

Wie in den Comics brachte der erste Teil natürlich den Beginn der Spinnensaga und damit die Grundlage für das weitere Geschehen, aber in Teil 2 wird das Ganze noch mehr verfeinert.

Sam Raimi nimmt sich hier einen zweiten Superschurken vor, der schon von Beginn (ab Nr.6) an dabei war, Doc Octopus, der Mann der mit seinen Stahltentakeln eine unschlagbare Einheit bildet. Auch die Comics leben davon, daß Spiderman (Tobey McGuire) immer wieder auf Gegner trifft, die ihm trotz seiner Kräfte im Prinzip überlegen sind, nicht zuletzt weil sie auch skrupelloser agieren können.

Genau das macht die Spannung in den Kämpfen aus – es ist eben nicht wie bei Superman, der ja im Grunde Jeden problemlos plattmachen kann, wenn ihm nicht irgendetwas gerade seine Kräfte nimmt. Deshalb ranken die Stories hier in der Regel nur darum, wie diese Hindernisse beseite geschafft werden können, am eigentlichen Ausgang eines Kampfes gibt es keine Zweifel....

Das ist bei „Spiderman“ nie so, weshalb auch gerade die Hauptgegner ihn ein Leben lang begleiten. Das hier Doc Octopus zu Beginn deutlich symphatischer ist als jemals im Comic liegt an der Differenzierung der Rolle, denn noch stärker als in Teil 1 widmet sich Raimi in Teil 2 der privaten Seite Peter Parkers.

Dabei greift er wieder größtenteils auf Geschehnisse der ersten 100 Nummern der Serie zurück.

Und es gelingt ihm eine fast identische bildliche Umsetzung eines besonders berühmten Comic-Covers, als Parker sein Spinnenkostüm in die Mülltonne schmeißt. Gerade in diesem Heft gibt es keinerlei Kampf mit einem Schurken, es geht nur um Parkers innere Kämpfe und genau an der Umsetzung dieses Films spürt man, wie sehr Raimi die Comics mögen muß.

Computertechnisch ist der gesamte Film eine Klasse besser als Teil 1, storymäßig ist er ebenso dicht und auch für den Erstentdecker der Spinne nachvollziehbar.

Nur die Beziehungsveränderungen mit Mary Jane Watson (Kirsten Dunst), die seine wahre Identität erfährt, ist ein Zugriff auf weit spätere Ereignisse. Im Comic wußte in den ersten 10 Jahren Niemand davon. Und wenn doch, dann starb er....hier ist eben doch eine Anpassung an den Filmgeschmack zu bemerken.

In einem Punkt aber ist es mit Teil 2 wie bei den Comics, man kann das Erscheinen des nächsten Teils kaum abwarten.... (10/10)


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