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Assault - Anschlag bei Nacht (1976)
Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 22.06.2006, seitdem 329 Mal gelesen
Noch vor " Halloween " machte John Carpenter mit diesem Film auf sich aufmerksam. Er schrieb selber das Drehbuch, komponierte die Musik und führte auch noch Regie.
Inhalt:
Eine alte heruntergekommene Polizeistation soll verlegt werden. Leutenant Ethan Bishop soll die Aufsicht übernehmen. Abends kommt ein Häftlingsbus angefahren, weil einer der Gefangenen krank ist. Kurz darauf kommt ein ängstlicher Mann der angeblich verfolgt wird. Kurz darauf ist das Revier von einer bewaffneten Streetgang umstellt, die kurz darauf angreifen. Die Eingeschlossenen werden zu einer Schlacht gezwungen, die nicht alle überleben werden.
Ein frühes Meisterwerk von John Carpenter, wenn man bedenkt was er alles auf sich genommen hat um diesen Film zu schaffen. Er schrieb selber das Drehbuch, komponierte die brillante Musik und führte auch noch Regie. Zu guter letzt war sein Budget auch noch sehr klein. Doch die Mühen haben sich gelohnt, denn herausgekommen ist ein kleines Meisterwerk, welches heute noch seines Gleichen sucht. Manche haben Carpenter damals maßlose Übertreibung untergejubelt, aber heute zählt so etwas leider schon zum Alltag.
Die Story ist einfach, es geht um die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen in Streetgangs. Diese sind so abgebrüht, dass sie sogar Kinder erschießen. genau wegen dieser einen Szene wurde der Film damals indiziert, weil man sieht wie ein Mädchen blutig erschossen wird. Auch heute noch eine deftige, schockierende Szene. Auch sonst bietet Assault viele blutige Einschüsse und einen recht hohen Bodycount. Vor allem der Großangriff in der Mitte ist einfach perfekt in Szene gesetzt. Insgesamt sehr viel Action, vor allem für einen Film diesen Alters, nur das Finale ist etwas zu schnell vorbei, es gibt eine riesen Explosion und das war es dann. Hier hätte Carpenter vielleicht noch mehr Action bringen können.
Vor allem schafft er es den Spannungsbogen immer gespannt zu lassen, man hat ständig ein Unbehagen im Magen, weil man nicht weiss was die Gang als nächstes tut. Aus der Kulisse des abgelegenen Polizeireviers holt Carpenter das Beste heraus. Alles wirkt trostlos, alt und zerstört und das Entkommen ist unmöglich. Eine absolute Meisterleistung ist der Sound bei diesem Film, welcher einfach perfekt passt, vor allem klasse ist die Titelmelodie. man fühlt hier die 70er Jahre so richtig, obwohl der Film seiner Zeit weit vorraus ist.
Leider bekam Carpenter hier nur ein kleines Budget zur Verfügung gestellt, deshalb musste er sich bei unbekannteren Darstellern bedienen. Trotzdem schauspielerisch perfekt. Austin Stocker spielt Ethan Bishop als guten Bullen und Optimisten, Darwin Joston spielt den sympatischen Verbrecher Wilson und Laurie Zimmer übernimmt die starke Frauenrolle.
Fazit:
Ein kleines Meisterwerk, einfach Kult. Spannend, actionreich, hart. Glaubwürdige Darsteller in perfektem Szenario. Wirklich brillanter Score. Muss man gesehen haben.
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