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Assault - Anschlag bei Nacht (1976)
Eine Kritik von Boooshido (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 16.07.2006, seitdem 369 Mal gelesen
Assault on Precinct 13
Prolog: Nachts irgendwo in LA, die Polizei richtet, nach mehrmaliger Aufforderung zur Aufgabe, ein paar Mitglieder einer Jugendgang regelrecht hin.
Der Rest der Meute schwört blutige Rache, selbst wenn es den eigenen Tod bedeuten sollte. Bald fordert der Trip seine ersten Opfer. Als ein betroffener Vater den Tod seiner Tochter rächt und sich anschließend in ein Polizeirevier flüchtet kommt es zu einer beispiellosen Belagerung, denn das Revier wurde geschlossen und beherbergt in dieser einen, letzten, Nacht einen Polizisten, zwei weiblichen Angestellte und ein paar Gefangene. Die Gang nimmt das Revier unter Beschuss und schaltet gezielt sämtliche Kommunikationsmöglichkeiten nach außen hin ab. Getrieben vom Überlebenswillen und unwissend was den Grund des Angriffs angeht vereinen sich die Belagerten um diese Nacht zu überstehen.
Legendäre zweite Regiearbeit vom Filmemacher John Carpenter. Obwohl zur Entstehungszeit in Amerika gefloppt, konnte Assault in Europa, vor allem in England, sehr schnell das Prädikat Kultfilm erlangen und das obwohl der Film Inhaltlich gar nicht so viel hergibt. Der Grund des Erfolgs ist dann auch Carpenter selbst zu verdanken. Sein Feingefühl für atmosphärische Szenarien bewies er hier zum Zweiten, aber bei weitem nicht zum letzten Mal. Dunkle und bedrückende Bilder, welche fernab von cineastischer Edeloptik angesiedelt sind, lassen den Überlebenskampf der Protagonisten nicht nur beim Zuschauer dreckig und realistisch erscheinen. Selbst Heute, über Zwanzig Jahre nach seiner Entstehung, hat Assault diesen Aspekt nicht eingebüßt. Zweifelsohne ist der beachtlichere Teil seines Bekanntheitsgrades ganz eindeutig auf den schlichtweg brillanten Soundtrack zurückzuführen. Carpenters Eigenkompositionen (mit dem Synthesizer produziert) sind zum einen eine Hommage an alte Western (selbst der Filminhalt basiert auf eben solch einen) und zum anderen von solch einer treibenden Ohrwurmqualität geprägt, dass man die Melodie noch Tage danach im Kopf hat.
Die Darsteller, dem jüngeren Publikum nicht mehr so sehr vertraut (weshalb wohl auch ein Remake entstand), agieren zwar auch mal hölzern, arg gekünstelt und überzeichnet, doch büßen deshalb nichts von ihrer erreichten Sympathie ein. Ein weiterer Grund ist die Tatsache dass nahezu alle Szenen, aus Budgetgründen, mit nur einem einzigen Take im Kasten sein mussten. Der Actiongehalt fällt relativ hoch aus (Shootouts und Explosionen), doch bleibt zu sagen das Produktionen neueren Datums natürlich Klar überlegen sind.
Bleibt abschließend nur zu sagen dass dieser Klassiker Pflicht sein sollte!
Dam Da Da Da Dam da…
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