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Reservoir Dogs - Wilde Hunde (1992)

Eine Kritik von *RM (aka Alfred Bester) (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 10.03.2002, seitdem 2452 Mal gelesen


Ein vermeintlich „perfekt“ geplanter Coup endet in einem Blutbad. Fünf Profigangster, die sich nur unter Decknamen kennen ( „Mr. Pink“, Mr. Orange“ ), treffen sich nach dem fürchterlich missglückten Überfall in einem leerstehenden Lagerhaus, und bald wird ihnen klar, dass sich unter ihnen ein Verräter befinden muss, ein Informant der Polizei. Auf einem gnadenlosen Psychotrip arbeiten sich die Ganoven nun über Misstrauen und Folter hin zum letzten blutigen Showdown...

Quentin Tarantinos ( „Pulp Fiction“, „Jackie Brown“, in „From Dusk till Dawn“ ebenso wie hier auch als Darsteller zu sehen ) Kinodebüt floppte zwar kommerziell an den Kinokassen, ist aber dennoch als nicht zu unterschätzender und in gewisser Weise eine neue Stilrichtung prägender, ernst zu nehmender Film anzusehen.
Nun ist dieser neue Stil ( weiter praktiziert z.B. in „Pulp Fiction“, inspirierte er u.a. offenbar auch Regisseure wie Steven Soderberg ( „Out of Sight“, „The Limey“ ) ), Tarantinos Stil, mit vielen intelligenten, aber auf den ersten Blick sinnlos wirkenden Dialogen, gewürfelten Rückblenden, verschiedenen Erzählperspektiven, einer ungewöhnlichen Story-Montage und einigen ultraharten Szenen, sicherlich nicht jedermanns Sache. Doch lässt man sich als Zuschauer erst einmal vorbehaltlos auf diesen Film ein, gilt hier das gleiche wie für die späteren Tarantino-Werke: „Reservoir Dogs“ ist ein interessanter, intelligenter, hervorragend geschriebener und gespielter Gangsterfilm, aber eben in Form einer Art von „Thriller-Groteske“, die man teilweise hinterfragen muss.

Überzeugend ist natürlich in jedem Fall die herausragende Darstellerriege ( u.a. Harvey Keitel ( „Bad Lieutenant“, „Taxi Driver“ ), Tim Roth ( „Rob Roy“ ), Steve Buscemi ( „Armageddon“, „Fargo“ ) und Michael Madsen ( „Donnie Brasco“, „Nach eigenen Regeln“ ) ), die ihren Job mehr als gut macht!

Also: Diesen Film, der dank der genialen Einarbeitung 70er-Jahre-Soundtracks, den "cool" agierenden Darstellern und den perfekten Dialogen so etwas wie Kultstatus erlangte, sollte man zumindest gesehen haben.


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