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Herr der Ringe: Die Gefährten, Der (2001)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 30.11.2006, seitdem 468 Mal gelesen



Sauron ist ein mächtig übler Bursche. Und weil er so mächtig böse ist, schmiedet er einen Ring voll mit seiner Macht. Dumm, wenn die ganze Welt gegen einen ist und man dann sogar die Hand verliert. Unzählige Ewigkeiten später gelangt der Ring in die Griffel des Hobbits Bilbo. Hobbits sind quasi sowas wie Menschen, bloß super klein und recht behaart. Jedenfalls profitiert Bilbo vom Ring und erfreut sich über die Lebenserwartung eines Hobbits hinaus bester Gesundheit. Sein Magierkumpel Gandalf, groß und weise, überzeugt ihn jedoch, den Ring an den einzigen aus Bilbos Familie zu geben, der einigermaßen aufrecht ist und keine Knalltüte: Frodo. Erst jetzt bemerkt Gandalf, dass es sich um den ultimativ-bösen Ring handelt, was Frodo zu einer epischen Reise zwingt, die ihresgleichen sucht. In "Herr der Ringe: Die Gefährten" wird so ziemlich das erste Drittel des Epos erzählt.

Bevor die Saga verfilmt wurde, bangten viele Fans um die Qualitäten, da das berühmte Buch Tolkiens gemeinhin als "unverfilmbar" galt. Jetzt aber sind sich fast alle einig: Peter Jacksons Trilogie trifft voll ins Schwarze und darf in einem Zug genannt werden mit "Star Wars". Wem was mehr gefällt, ist natürlich immer eine Frage des Geschmacks.

"Die Gefährten" beeindruckt alleine schon in Hinblick auf die Kulisse: Als Mittelerde (Spielgrund des Filmchens) wurde Peter Jacksons große Liebe Neuseeland auserkoren. Geradezu prädestiniert schienen die saftigen Wiesen und atmosphärischen Wälder für eine derart sagenhafte Geschichte. Darüber hinaus half man der Optik noch mit einer Menge Computernachbearbeitung auf die Sprünge. Somit ist für eine dichte Atmosphäre gesorgt; besser hätte man das Buch kaum interpretieren können, so schön sind die Landschaften, die einem hier begegnen.

Auch der Score ist bombastisch und erstklassig komponiert. Doch auch wenn sich ein eigenes Thema einzuprägen vermag, gibt es nicht so viele Kultmelodien wie bei "Star Wars". Es fehtl einfach ein Gegenstück zum Marsch des Imperiums. Trotzdem gibt es an der Musik kaum etwas auszusetzen; zusammen mit der perfekten Optik ergibt sich ein audiovisueller Genuss höchster Güte.

Die Darsteller sind auch wirklich gut gewählt; überall erkennt man hier wahre Highlights Viggo Mortensen als Aragorn, Ian McKellen als Gandalf, Christopher Lee und noch so viele andere. Und alle mit Herzblut bei der Sache. Alles fügt sich sehr schön zusammen und ergibt ein ungemein stimmiges Bild

Es kann jedoch alles toll aussehen und perfekt rüber kommen, doch nützt das nichts, wenn die Geschichte nichts taugt. Aber Millionen Fans haben schon vor der Verfilmung bewiesen, dass Tolkiens Werk unglaublich gut ausgearbeitet und durchaus spannend ist. Lediglich die Linearität des ersten Teils, die in der Verfilmung ja wenigstens durch das böse Treiben des Obermagiers Saruman mit Abwechslung versorgt wird, missfällt mir persönlich etwas. Die Truppe stolpert von einem Ort zum nächsten, praktisch immer der Nase nach. Glücklicherweise passiert ja immer mal etwas, wie ein Kampf gegen den Feuerdämon "Balrog". Trotzdem handelt es sich eher um eine typische RPG-Story (ja, ich weiß, ohne HdR gäbe es keine RPGs in diesem Sinne, das ändert aber wenig an der Tatsache). Dass "Die Gefährten" selbst in der Extended Version über fast 4 Stunden unterhalten, spricht aber für sich.

Peter Jackson verewigt sich nach "Braindead" nun auch hübsch mainstreamig: "Die Gefährten" ist beinahe perfekt und pompös inszeniert und fesselt sogar Genremuffel. Dass Buch wurde recht authentisch interpretiert; der Kompromiss zwischen penibler Umsetzung und Massentauglichkeit stimmt. Wer braucht schon Tom Bombadil? Die einzige richtige Schwäche ist neben der arg linearen Story die Tatsache, dass die Saga hier lediglich beginnt; der Film alleine wird trotz seiner Länge kaum ausreichen, die Gelüste zu befriedigen. Die Geschichte ist halt einfach nicht abgeschlossen. Das hat "Krieg der Sterne" damals besser gemacht. Daran hat Peter Jackson gewiss aber keine Schuld.


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