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Man-Thing (2004)

Eine Kritik von TobStarr (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 28.07.2010, seitdem 235 Mal gelesen


Man-Thing ist die Verfilmung eines hier zu Lande ziemlich unbekannten Marvel Comics. Da das Ganze keine 100-Millionen-Dollar Produktion mit Topstars vor und hinter der Kamera ist, kann man wohl davon ausgehen, dass sich auch in Amiland der Fame desThings in Grenzen hält. Trotzdem ist der Streifen recht ordentlich runtergekurbelt und bei weitem besser als Rotz wie Ghost Rider, der deutlich mehr gekostet haben dürfte und auch deutlich prominenter besetzt ist.

Bei der titelgebenden Kreatur handelt es sich um ein indianisches Sumpfmonster, das sich auf einem Rachefeldzug befindet, weil ein Großkonzern Öl in der Gegend abpumpt. Nicht erst seit dem Deepwater Horizon Disaster weiss man, dass so ewtas für die Umwelt nicht unbedingt von Vorteil ist. Also verhackstückt das Biest jeden der sich in die Sümpfe wagt (Natürlich gehen alle ausschließlich Nachts dahin, ist doch klar) und der neue Sunnyboy-Sheriff Kyle (Matthew Le Nevez) hat vom ersten Tag an alle Hände voll zu tun. Mit Hilfe der schönen (sieht gut aus + die einzige Frau im Film = wir wissen was passiert) Lehrerin und Umweltaktivisten Teri (Rachael Taylor) geht er der Sache auf den Grund und findet neben dem Monster noch ein paar Ungereimtheiten bei den Machenschaften der Öl-Company.
Dazwischen turnen noch ein paar debile Rednecks (schön mit Kettensäge, gekochten Krokodilsköpfen und in den Sumpf kacken), mysteriöse Indianer (einer macht den Crying Freeman, der Andere gibt den undurchsichtigen Zauber Opa) und ein völlig bescheuerter Fotograf (wohnt mitten im Sumpf, was das Man-Thing aber anscheinend noch nicht bemerkt hat) durch die Geschichte. Allesamt natürlich klischeebeladen hoch zehn, aber eh nur Futter für das Viech.
Das Teil sieht dann auch gar nicht mal so schlecht aus, muss sich aufgrund der Dunkelheit im Sumpf aber selten in voller Pracht zeigen. Die Überreste der Opfer sind auch ganz ansehnlich, wobei in den direkten Konfrontationen mit dem Biest natürlich nur CGI-Blut spritzt. Der Sumpf ist leider nicht so der Bringer, da man doch deutlich erkennt, dass hier Pappmache und Nebelmaschine im Einsatz sind. Ob man das jetzt unter gewollt comichaft abstempeln kann sei mal dahingestellt. Mir hats jedenfalls eher weniger gefallen.

Unter dem Strich bleibt nichts Weltbewegendes, aber doch ein recht ordentlicher Film, der zwar selten wirklich spannend und auch ziemlich vorhersehbar ist, aber dank einer flotten Inszenierung, passabler Schauspieler und einem schönen Bodycount für 90 Minuten gut unterhält. (5,5/10)


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