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Frauengefängnis (1975)
Eine Kritik von bobfrost (Bewertung des Films: 2/10) eingetragen am 27.03.2009, seitdem 347 Mal gelesen
Da haben wir nun den ersten WIP-Film (Frauengefängnis-Film) in der langen Karriere des Jess Franco. Entstanden ist dieser in Zusammenarbeit mit Schmuddel-Liebhaber Erwin C. Dietrich, der selbst auch entsprechende Werke drehte, hier aber die Dreharbeiten nicht besuchte. Laut Interview auf der schweizer VIP-DVD war er dann entsprechend entsetzt, was Franco hier ablieferte. Man fragt sich, warum eigentlich? Als ob es irgendwelche zu beachtenden Regeln beim Erstellen eines solchen Schunds geben würde.
Schließlich brachte man den Film doch heraus und siehe da-der Erfolg gab ihnen Recht-auch hinsichtlich ihrer späteren Kooperationen.
Zur Handlung des vorliegenden Filmes müssen natürlich nicht viele Worte verloren werden. Frauen werden von Aufsehern/ Aufseherinnen gefoltert, gedemütigt, vergewaltigt, zu abartigen Sexspielen gezwungen usw., ohne dass man den jeweiligen Gepeinigten die Qual ansehen würde. Dies ist dann auch wieder ein Vorteil beim Betrachten eines solchen Streifens, da hier vordergründig sowieso nur sadomasochistische Neigungen befriedigt werden sollen. Die Darstellerinnen sehen zumindest in manchen Szenen so aus, als ob sie sogar Spaß an einigen an ihnen vorgenommenen Handlungen empfinden würden. Ob dies nun beabsichtigt ist oder am fehlenden schauspielerischen Talent der Damen liegt, kann ich nicht beurteilen, da ich kein Experte auf dem Gebiet des WIP-Films bin und ich mich mit diesem Genre noch nie so richtig anfreunden konnte. Aber auf diese Art und Weise macht es einen derartigen Film einigermaßen erträglich, explizit Nacktaufnahmen und Sexszenen zu präsentieren.
Im Hinblick auf seine kommenden Sexploitationer ist Franco in Bezug auf Sex und Gewalt sogar noch regelrecht zurückhaltend.
In einer absolut dilettantischen Szene sehen wir den Meister selbst beim faken einer Zeitlupenszene! Lächerlich! Hatte man einfach kein Geld mehr zur Verfügung, um echte Zeitlupe zu drehen? Hielt man sich für so begabt, so etwas ohne technische Hilfsmittel selbst zu spielen? Oder ist das einfach Kunst?
Aber in Relation zum gesamten Film spielt das wohl keine Rolle.
Für Genre-Fans ok, aus objektiver Sicht aber
2 / 10 Punkte
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