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Frauengefängnis (1975)
Eine Kritik von TobStarr (Bewertung des Films: 3/10) eingetragen am 25.02.2011, seitdem 634 Mal gelesen
Wenn Erwin C. Dietrich als Produzent tätig wird, sich Jess Franco für das Drehbuch und die Regie verantwortlich zeichnet und der Film dann auch noch den klangvollen Titel Frauengefängnis trägt, weiss der gediegene Filmfreund, dass Anspruch und Qualität in den nächsten 80 Minuten durch Titten und noch mehr Titten ersetzt werden.
Da wundert es dann auch niemanden, dass die Gefängnisdirektorin ständig in den hottesten Hotpants oder im tranzparenten Nachthemd durch die Gegend eiert und die Wärterinnen oft nicht mehr am Körper tragen als ihre Maschinenpistolen.
Story und WIP ist ja eh so ne Sache für sich und so ist auch hier mal wieder nicht viel zu finden, was über lahmes Füllmaterial zwischen etlichen Sex- und Nacktszenen hinaus geht.
Die Dialoge sind ebenso belanglos wie doof und die Geschichte passt mühelos auf die Rückseite einer Briefmarke. Francos Muse Lina Romay gibt eine unschuldig Inhaftierte, die sich gegen Ende des Films entschließt mit zwei Mitgefangenen aus dem Knast zu entfliehen. Das war dann auch schon alles was man wissen muss, denn der Rest ist eben nicht mehr als eine große Fummelorgie und permanente Fleischbeschau.
Vereinzelt gibts noch ein paar Folterreien und Erniedrigungen, die zwar alle nicht besonders graphisch dargestellt sind, aber wenigstens ein bisschen dafür sorgen, dass man zwischen all den Möpsen und Mösen nicht vergisst, dass hier WIP eigentlich das Motto des Tages war.
Wirklich gelungen ist dafür das Setting. Das Gefängnis macht atmosphärisch echt was her und auch die Inszenierung des Ganzen hat Franco schon deutlich schlechter hinbekommen. Auch wenn die "Zeitlupen-Szene" mit Maria und ihrem Vater natürlich schon extrem erbärmlich schlecht gemacht ist.
Unter dem Strich bleibt ein sehr dümmlicher Sexploitation-Film made by Jess Franco. Spannung ist nicht vorhanden, eine Vernünftige Geschichte ebensowenig und Blut, Gewalt und Co. sucht man auch vergeblich. Dafür gibts Brüste in allen erdenklichen Formen und Großaufnahmen des weiblichen Intimbereichs, die vereinzelt die Schwelle zum Hardcore überschreiten.
Für die eingefleischten WIP-Fans ist das Ganze trotzdem sicher mehr als einen Blick wert, aber mir fehlt dann doch irgendwie was, das die ganze Chose von den typischen 70's Sexfilmchen abhebt. (3/10)
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