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King Arthur (2004)

Eine Kritik von Flipper (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 28.08.2004, seitdem 349 Mal gelesen


Wie bei vielen anderen Filmen in diesem Jahr hatte ich auch bei King Artuhr keine hohen Erwartungen und wurde dadurch mal wieder überrascht. Allerdings nicht nur positiv.

Der Film erzählt und die Geschichte von Artuhr, allerdings wurde die Geschichte stark abgewandelt. So beginnt der Film damit das Artuhr ein römischer Soldat ist der mit seiner Tafelrunde in England gegen Merlin und seine Pikten kämpft. 15 Jahre lang wurden Lancelot und Co. von den Römern gezwungen für sie zu kämpfen und nun sollen die Ritter der Tafelrunde einen letzten Auftrag erfüllen. Wenn dieser Auftrag geschafft ist dann sind die Ritter der Tafelrunde frei und dürfen in Ihre Heimatländer zurückkehren. Doch Sie müssen sich beeilen, da die Sachsen in England eingefallen sind.

Soweit ist das die Grundgeschichte für die wohl stärkste Abwandlung der Saga um King Artuhr. Ich bin zwar kein Fachmann für Sagen aber ich habe noch nie gehört das Artuhr ein Römer gewesen ist. Der Film hat bis auf die Namen fast nix mehr von der ursprünglichen Saga übrig gelassen. Ich fand das sehr schade. Ich hätte es verstanden wenn die Macher bestimmte Teile der Saga weggelassen oder vernachlässigt hätten aber alles so umzukrempeln finde ich doch etwas derb. Nun glauben also alle amerikanischen Kids das Artuhr ein Römer war etc.

Weit weniger enttäuschend war die Inszenierung den Filmes. Hier konnte der Film wirklich Punkten. Es gibt schöne Landschaftsaufnahmen und sehr nette Actionszenen. Wie es sich natürlich für einen Bruckheimer-Film gehört sind die Ritter der Tafelrunde richtig cool. So haben alle Narben und recht ausgefallene Waffen (Lancelot trägt seine 2 Schwerter lässig auf dem Rücken). Die Schlachten sind allerdings recht unblutig. Dies passte nicht so recht in den Film, da dieser durchaus düster ist. Hier kann man noch auf einen Directors Cut hoffen. Die ursprüngliche Fassung soll um einiges blutiger ausgefallen sein.

An den Darstellern ist nix auszusetzen. Clive Owen spielt Artuhr recht überzeugend und Keira Knigthley macht auch eine schöne Figur. Til Schweiger war mal wieder total überflüssig. Hätte man seine Rolle aus dem Film gestrichen, hätte dies nix geändert. Dieser Mann kann einfach nur böse schauen und das war's.

Alles in allem ist King Artuhr kein schlechter Film. Er würde deutlich besser ausfallen wenn er sich nicht damit schmücken würde die Artuhr-Saga (angeblich) zu verfilmen. Ansonsten kann man sich gut unterhalten lassen. Für einen netten Kinoabend ist der Film okay aber an Troja oder Gladiator kommt der Film nicht ran.

7 von 10 Punkten


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