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Großangriff der Zombies (1980)

Eine Kritik von Legion Werwolf (Bewertung des Films: 2/10)
eingetragen am 02.03.2006, seitdem 520 Mal gelesen


Als ich damals den reisserischen Titel las,hatte ich natürlich erstmal helle Augen bekommen.Noch aufgeregter war ich,als ich das Tapen in den Videoschacht schob,und mich auf ein Zombieschlachtfest der Superlative freute.Doch,leider,leider......der Film war mal wieder ein Indiz dafür,wie gerne deutsche Verleihfirmen bei der Wahl der Titel lügten,nur um von den jeweils damalig im Trend liegenden Wellen zu profitieren.

Der Anfang ist ja noch ganz passabel.Da dröhnt uns ein düsterer Score um die Ohren,die Kamera zeigt Städte,Chemiewerke sowie einen menschenleeren Bahnhof,alles garniert mit den Namen der Beteiligten dieses Filmes.Dann gehts auch schon los: Ein Nachrichtensprecher faselt irgendwas von einer giftigen Wolke,die gerade aus einem Chemiewerk entwichen sei.Der Held des Filmes,ein Fernsehreporter,wird dann zu einem Flughafen gesendet,wo er einen Bericht über einen gewissen Professor Beckmann bringen soll.Plötzlich landet eine Militärmaschine,die der Tower vorher gar nicht auf dem Radar hatte.Auf dem Rollfeld ist nun natürlich ein wildes Touwhbabo ausgebrochen,Feuerwehr,Polizei sowie das Militär(das ging aber schnell bei denen) geben sich die Ehre.
Ein Colonel fordert dann per Flüstertüte die Besatzung auf,umgehend die Luken aufzumachen und sich zu zeigen.Als keine Reaktion kommt,wiederholt unser Möchtergernoberst seinen Befehl...wieder nichts.Unruhe macht sich so langsam aber sicher breit.Doch siehe da,kurz bevor man das Kommando zum stürmen geben will,öffnet sich die Ladeluke,und ein seltsam irre dreinblickender Typ steigt aus."Das ist Professor Beckmann",murmelt unser Mann vom TV ,der sich das Schauspiel derweil mit seinem Kameramann aus sicherer Entfernung beäugt hat,in sein Mikro.Der Oberst will dem Prof galant die Hand schütteln,und bekommt zum Dank von ihm ne Klinge reingerammt.Und ab da ist auch schon das Schlachtfest im vollem Gange.Zombies,oder solche die es noch werden wollen,springen kontinuierlich aus der Maschine und metzeln alles nieder was vor ihnen steht.Jedoch fressen sie ihre Opfer nicht,sondern schlagen sie zu Brei(!),schlitzen ihnen mit Messern die gurgel durch (!!) oder erschiessen sie mit Maschinenpistolen(!!!).Und gefressen wird auch nicht,vielmehr trinken sie ein wenig Blut aus den Wunden.

Wenn ihr jetzt denkt,oder auch laut "HÄ??!!"sagt.....genau das gleiche hab ich damals auch gemacht als ich diesen Schmu das erste Mal sah.
Logik?Fehlanzeige
Was hat denn bitteschön eine entfleuchte Radioaktive Wolke mit der kurz darauf einfallende "Zombie"Invasion zu tun?Zumal es doch logischer gewesen wäre,wenn die ersten Mutationen direkt vor Ort,also in der stadt aufgetaucht wären?Aber wie war nochmal der Name des Regisseurs?Umberto Lenzi.....alles klar,keine Fragen mehr,dessen Filme"brillieren" ja geradezu vor geistreicher Logik und Jahrhundertdrehbüchern.
Und auch mit diesem Machwerk hat er mal wieder eine Trashgurke vom übelstem Kaliber auf die Menscheit losgelassen.Angefangen von den Schauspielern (Hugo Stiglitz als heldenhafter TV Reporter,der so aussieht wie Paul Breitner nach einer einwöchigen Kneipentour,nur seine Rolle ein paar Jahre später in Friedhof der Zombies/des Satans,einer weiteren Güllebombe par exellence war noch besser,Mel Ferrer als später auftauchender Karnevalsordendekorieter zwölf Sterne General,der wohl damals ,zu dem Zeitpunkt seiner bereits am abkackenden Karriere wahrscheinlich sogar noch nen Losbudenverkäufer in einer x beliebigen deutschen Blödelkomödie gemimt hätte)bis hin zu den Zombies,die nix weiter sind als mutierte,teilweise kross gebraten aussehende Heckenpenner mit mächtigem Blutdurst.
Die Splatterszenen sind auch kaum der Rede wert(Beil in den Kopf,etwas Fleisch aus dem Körper gerissen,Auge ausgestochen).....alles schon mal gesehn,und das um Welten besser.
Lustig war wenigstens die Szene,als eine Horde Blutsauger einen Op überennen,und einer von ihnen die Bluttransfusionsflasche wie ein Kampftrinker auf Ex leert.

Fazit : Es gibt Filme,die kann man sich nunmal nicht schönsaufen,das musste auch ein Herr Lenzi erkennen,der mal wieder auf einer Erfolgswelle mitreiten wollte,und dabei mal wieder übelst badengegangen ist.

Ergibt 2 Zähler,aber auch nur wegen dieser einen besagten Szene.


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