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Requiem for a Dream (2000)

Eine Kritik von Der übliche Verdächtige (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 04.01.2005, seitdem 706 Mal gelesen


“Brilliant. A work of art” – Dieses Zitat eines Redakteurs der Los Angeles Times ziert das Cover der DVD, dem ich voll und ganz beipflichten kann. Regisseur Darren Aronofsky schuf, mithilfe der Romanvorlage von Hubert Selby Jr., das (meiner Meinung nach) beste Drogendrama, das je gedreht wurde.

Die Geschichte dreht sich im Wesentlichen um Harry Goldfarb, seine Mutter Sara, seine Freudin Marion und seinen besten Freund Tyrone. Alle vier Protagonisten haben ein Problem. Drogen. Harry, Tyrone und Marion hängen an der Nadel, haben aber den Traum durch das Dealen mit gestrecktem Heroin das große Geld zu machen. Sara Goldfarb, die Mutter von Harry, ist zu Beginn nur süchtig nach dem Fernsehen, doch der Glaube an einen Auftritt in ihrer Lieblingsshow lässt sie hoffen, nicht ewig ein Niemand zu sein. Sie beginnt Appetitzügler zu schlucken um wieder in ihr schönes, rotes Kleid zu passen, das sie bei ihrem vermeintlichen Fernsehauftritt anziehen möchte. Allerdings übertreibt sie es und durch ihren exzessiven Pillenkonsum verliert sie völlig den Kontakt zur Realität.

Der Film wird von wahnsinnig trauriger, schöner klassischer Musik untermalt, für die sich Clint Mansell und das Kronos-Quartett verantwortlich zeigen. Die bittersüße „Summer Overture“ zieht sich wie ein roter Faden durch das Geschehen und unterstreicht in besonders traurigen Momenten die Hilflosigkeit der Protagonisten.

Im Gegensatz zu anderen Filmen mit diesem heiklen Thema verzichtet Aronofsky ganz auf die Verharmlosung oder gar die Verherrlichung von Drogen, sondern lässt uns mit voller Bildgewalt an der Zerstörung vierer Schicksale teilhaben. Den ganzen Film hindurch hofft man darauf, dass sich die Situation in der sich die Personen befinden verbessert, auch wenn man im Inneren ganz genau weiß, dass das nicht passieren wird.

„Requiem for a Dream“ ist meiner Meinung nach perfekt besetzt, vor allem die Darstellung Sara Goldfarbs durch Ellen Burstyn hat mich wirklich mitgerissen, aber auch Jared Leto (Harry), Jennifer Connelly (Marion) und Marlon Wayans (Tyrone) beweisen ihr schauspielerisches Talent, mit dem ich bei Marlon Wayans nicht wirklich gerechnet hätte.

Der Film ist kunstvoll-abschreckend in Szene gesetzt und gehört mit Sicherheit zum Traurigsten (zugleich aber auch zum Schönsten) das ich je auf der Mattscheibe gesehen habe.


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