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Requiem for a Dream (2000)

Eine Kritik von Dreee (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 06.01.2010, seitdem 80 Mal gelesen


Nach dem doch eher verhaltenen und etwas konfusem Filmstart hat sich das ganze noch zu richtig starkem Tobak entwickelt.

Das Hauptthema des Film ist die Drogensucht und wie sie die 4 Hauptdarsteller langsam in den Ruin treibt.
Harry und Tyrone setzten sich gern mal einen Schuss und kommen eines Tages auf den Plan selbst zu dealen um Kohle aus dem ganzen zu schlagen, sie kaufen den Stoff ein, strecken ihn, verkaufen ihn weiter, alles klappt wunderbar. Vorerst. Harrys Freundin Marion ist ebenfalls süchtig und lässt sich von Harry über die Runden bringen.
Die vierte ist Harrys Mutter Sara Goldfarb. Sie verbringt den ganzen Tag mit Hausarbeiten und nach getaner Arbeit geht es vor dem Fernseher weiter, ihr Ehemann ist tot, sie weiß nicht was sie sonst tun soll. Dabei schaut die Frau immer und immer wieder die selbe Sendung. Eines Tages bekommt sie einen Anruf das sie in der Show auftreten darf, sie fällt darauf rein und will sich schick machen für ihren großen Auftritt. Sie ist zu dick und passt nicht mehr in ihr Lieblingskleid, deswegen lässt sie sich von einem Arzt Appetitzügler verschreiben. Und schon wird sie wie alle anderen auch abhängig.
Ziemlich krass fand ich den Arztbesuch von Sara als sie schon ihre eigenen Filme schiebt, und der Arzt gibt ihr einfach andere Tabletten, alles geht ihm am Arsch vorbei und sagt ihr nur "nehmen sie jetzt diese Pillen und wir sehen uns in einer Woche wieder", und schickt sie nach Hause.
Langsam beginnen sich dann alle 4 Schicksale auf ihre eigene Art zu entwickeln. Alle 4 versinken aufs Schlimmste im Sumpf der Sucht.
Schauspielerisch hervorzuheben wäre Marlon Wayans den man sonst nur als Blödel-Kiffer aus Filmen wie z.B. Scary Movie kennt, er spielt hier einen sehr ernsten und überzeugenden Part. Der Mann kann auch tiefgründige Emotionen auf den Punkt genau bringen. (Krankenhausszene gegen Ende)

Ich werd nie verstehen was Leute in diese extreme Sucht reintreibt, was dabei rauskommt wird hier schonungslos gezeigt, nach dem Film ist man wirklich froh das man selbst diese Scheisse nicht mitmachen muss. Vielleicht mag der ein oder andere am Anfang noch den Lebensstil von Tyrone, Harry und dem schnellen Geld bewundern oder cool finden, aber glaubt mir spätestens ab der Mitte des Films will keiner mehr in der Haut irgendeines Darstellers stecken.


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