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Requiem for a Dream (2000)

Eine Kritik von Disco Stu (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 28.03.2004, seitdem 485 Mal gelesen


Durch die guten Bewertung hier bei OFDB kam ich darauf den Film mal auszuleihen, das schlichte Cover sagt einem nicht gerade viel und sieht schon fast langweilig aus, nicht so der Film. Was Regisseur Darron Aronofsky uns da vorsetzt ist kein Partyfilm, sondern ein schockendes und mitreizendes Drogendrama das einem noch Tage nachhängt!
Der Film fängt noch relativ Harmlos an, Sara (Ellen Burstyn) ist Fernsehsüchtig und ihr Sohn Harry (Jared Leto) ist ein Drogenjunkie im Anfangsstadium. Dieser versucht mit seiner Freundin Marion (Jennifer Connelly) und seinem besten Freund Tyrone (Marlon Wayans), Geld für ein neues Leben durch Dealen zusammen zu bekommen.
Sara hingegen will an ihre Lieblingsfernsehshow teilnehmen und will deshalb abnehmen um in ihr altes rotes Kleid zu passen. Deshalb geht sie zu einem Doktor, der ihr Diätpillen verschreibt.
Doch bald gerät alles außer Kontrolle die drei Freunde geraten immer mehr in die Sucht und werden immer Abhängiger und Sara wird Tablettensüchtig und bekommt Halluzinationen.
Alle Darsteller geraden immer weiter von ihren Träumen weg machen aber immer weiter um diesen sich doch noch zu erfüllen. Der Schluss (ca. die letzten 20 Minuten) wird dann zum erschreckendsten Horrortrip den ich je in einem Film gesehen hab. Ich möchte nicht zuviel verraten aber der hat es wirklich in sich und geht einem unter die Haut wie kein Film zuvor.
Zur Umsetzung des Film kann man nichts weiter sagen als Genial, die Splitscrenes und rasanten Schnitte lassen einen die Drogentripps miterleben, und diese werten durch die steigende Sucht der Protagonisten auch immer intensiver. Anfangs denkt man noch gut umgesetzt und klasse gemacht aber dies vergeht einem schnell den diese Effekte sind nicht da um schön auszusehen sondern einfach nur um die schreckliche Realität zu schildern. In diesem Film wird wirklich nichts verschönt. Auch
die Darsteller sind wirklich sehr gut ausgewählt und spielen ihre Rollen extrem gut, man hat nie das Gefühl das irgendwas gekünstelt wirkt, sondern man nimmt ihnen ihre Rollen voll und ganz ab. Am meisten hat mich allerdings Marlon Wayans überrascht, denn dieser ist ja eigentlich nur aus Komödien wie Scary Movie bekannt, und man glaubt kaum dass er so eine Rolle wirklich ernsthaft und gut spielen kann, aber er kann.
Darren Aronofsky schuf ein Film den niemand kalt lässt den man allerdings auch nicht oft sehen kann, den dafür ist er einfach zu intensiv. Wen dieses Meisterwerk kalt lässt ist auch nicht mehr zu helfen!


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