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Sky Captain and the World of Tomorrow (2004)
Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 05.08.2007, seitdem 347 Mal gelesen
VORSICHT! SPOILER!
"Sky Captain And The World Of Tomorrow" ist der klägliche Versuch einen nostalgischen Film auf die alten naiven Science-fiction-Heldengeschichten zu drehen. Er scheitert bereits am grundlegensten: Ein Film, der einem das Gefühl gibt in einem CGI-Movie a la "Final Fantasy" zu sein läßt jedes Gefühl von Nostalgie verschwinden. Wäre er komplett computeranimiert wäre er ein Zeichentrickfilm und könnte dies wieder packen, so aber huschen echte Menschen durch eine am Computer entwickelte Welt, da kommt nichts mehr klassisch rüber.
Bleiben wir bei der Optik: Der komplette Film ist mit einem extremen Weischzeichner untermalt (Hamilton hätte seine Freude gehabt). Da kriegt man schon Augenkrebs von, und was mich betrifft: Auf mich wirkte es ermüdend. Es fiel mir nach einiger Zeit schwer hinzugucken bei diesen seichten Bildern, die farblich etwas an die Szenen in "The 13th Floor" erinnern. Freilich ist nicht nur die Optik ermüdend, sie wäre es vielleicht nicht mal so extrem, wenn der Film etwas mehr pepp hätte. Hin und wieder passiert etwas, dann wird viel geredet, freilich ohne dabei Charaktere zu vertiefen (die sind hier sehr flach gehalten) oder der Geschichte etwas Tiefe zu verleihen (selbst im Finale bekommt man keine befriedigende Erklärung geliefert, im Gegenteil, die Auflösung sorgt für Löcher in der Logik).
Das Design der Roboter und die wenigen Szenen in der es dann mal Action gibt sind gut gemacht. Was Angelina Jolie in diesem Werk soll weiß ich bis heute nicht. Sie ist genauso unnötig eingebaut wie im "Nur noch 60 Sekunden" mit dem feinen Unterschied, dass sie hier dank ihrer Augenklappe nur noch lächerlich wirkt.
Die Geschichte, die eigentlich einiges an Überraschungen bieten könnte tut dies nicht, oder sagen wir mal kaum: Das es im Endeffekt um eine moderne Arche geht war ganz ok und einige kleine Gimmiks wie der Miniaturelefant auch. Vieles andere kommt aber völlig überraschungsarm rüber: Totenkopf (netter nostalgischer Name eines Bösewichts) ist schon lange tot, als hätte man dies nicht schon viel früher vermutet, wo er doch nieeeeee durchs Bild hüpft und wofür als Gag das letzte Foto verwendet wird kann auch jeder vorher sagen. Das hat dann ungefähr das Humorpotential vom "Witz des Tages" aus der Express. Der Schlußgag des Films der dadrauf aufbaut hat mich wenigstens zum schmunzeln gebracht.
Neben der Effekte bleiben selbst die Hauptdarsteller blaß, sie können leider auch nicht trumpfen. Ein Film der also einzig und allein von seinem Design und den paar Actionszenen lebt kann maximal eine 4 von 10 bekommen und diese gebe ich ihm mal gnädigerweise wegen der Liebe zum Genre in der alten Zeit.
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