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Village - Das Dorf, The (2004)

Eine Kritik von Der Sittenstrolch (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 18.09.2004, seitdem 307 Mal gelesen


Das war wohl nichts. Bisher hatten mir alle Filme von M. Night Shyamalan gefallen, The Village ist der erste, wo dies nicht mehr der Fall ist. Die Story fand ich interessant. Irgendwelche Wesen im Wald, die eine mittelalterliche Dorfgemeinschaft bedrohen? Na hoffentlich kommt dann nicht am Ende so eine absolut unmystische Erklärung wie bei Pakt der Wölfe. Das dachte ich mir, als ich ins Kino ging. Diese Kritik enthält massive Spoiler, daher bitte nicht weiterlesen, wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt.

Es ging vielversprechend los. Gute und bekannte Schauspieler, die ihre Sache auch ordentlich machen. Eine tolle Atmosphäre und schöne Bilder aus dem Dorf. Recht schnell kommt es zu den ersten kleineren Vorfällen mit den Unaussprechlichen (die "du weißt schon wer" würde Harry Potter sagen). Ein Manko hat das Ganze aber: obwohl handwerklich gut gemacht, will einfach kein Grusel und erst recht keine Spannung aufkommen. Nachdem man in das Szenario eingestimmt wurde, geht es erstmal den halben Film darum, ob man den Wald zwecks Medikamentenbeschaffung durchqueren darf oder ob das gegen die dorfeigenen Prinzipien verstößt (schließlich wurde ein Bewohner durch ein Verbrechen lebensgefährlich verletzt). So ist das: Nicht die Gefahr steht im Vordergrund, sondern die Prinzipien des Dorfes.

Zusätzlich erfährt man, daß die Dorfgründer die (un)zivilisierte Welt verlassen haben, um den Verbrechen der Stadt zu entgehen. Aus den Erzählungen der Dorfältesten konnte man - was wohl nicht vom Regisseur beabsichtigt war und eigentlich eine Überraschung sein sollte - recht schnell schließen, daß der Film in der heutigen Zeit spielt und wir es hier nur mit ein paar Spinnern zu tun haben, die ihre eigene kleine Gemeinde gegründet haben. Und wer schon so am Rad dreht und verhindern will, daß ein Dorfbewohner in die Stadt geht, der kann doch auch nur selbst für die Unaussprechlichen verantwortlich sein. Das dachte ich nach 20 Minuten und so war es dann auch.

Weiter mußte man sich teilweise über die total irrsinnigen Aktionen der Dorfbewohner wundern. Als endlich entschieden war, daß jemand Medikamente holt, schickt man ausgerechnet eine blinde Frau alleine auf den Tagesmarsch durch den Wald. Mal abgesehen davon, daß zwar keine Gefahr von den Unaussprechlichen drohte, war die Begründung doch mehr als abenteuerlich. Sie komme eh besser im Wald zurecht, als die anderen.

Fazit: Ein langweiliger Film.

Nachtrag: Achtet mal bei den Gesprächen im Freien auf den oberen Bildrand. In manchen Kinos kann man da ständig die Mikros sehen.


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