|
 |

Ansicht eines Reviews
Collateral (2004)
Eine Kritik von gotchakd (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 28.11.2009, seitdem 337 Mal gelesen
"Es gibt Millionen von Galaxien, hundert Millionen von Sternen und mittendrin gibt es einen kleinen Fleck. Das sind wir: Irgendwo im nirgendwo..."
Das Böse in Mann's Collateral ist der Nihilismus, die Unmoral, die menschlische Kälte. Das ist die Weltsicht des Killers im Film. Der böse, graue Wolf, der in der Nacht kommt um zu töten. Hervorragend gespielt von Tom Cruise. Das Gute wird verkörpert durch den Taxifahrer Max. Ein guter Mensch mit Schwächen, mit Plänen, Träumen und Sehnsüchten. Beeindruckend gespielt von Jamie Foxx! Was beide verbindet ist eine schwierige Kindheit - das offenbart sich in einem der vielen Dialoge der beiden, in denen der Killer versucht, dem Taxifahrer seine Weltsicht zu erklären: "Hey Max...ein Kerl steigt in die Ubahn, hier in LA, und stirbt...glaubst du, dass das irgendjemand mitkriegt ?". Wie traurig diese Sicht der Dinge ist und wie einsam es den Killer macht, offenbart sich u.a. in einer beeindruckenden Szene, als ein kleiner Rudel Kojoten die Straße überquert und danach ein melancholischer Song läuft. Hierbei sein auch erwähnt, dass der Sound und die Musik den Film hervorragend unterstützen!
Die Großstadt bei Nacht ist M. Mann's Lieblingsspielplatz und niemand kann diese Szenerie so stilsicher und ästhetisch so gekonnt darstellen wie er. Die farbigen Nachthimmel, die Lichter der großen Stadt, die breiten Straßen, menschenleere Industriegebiete oder auch die Close-Ups der Darsteller - schon bei Heat beeindruckten diese Bilder enorm! Man kann den Flair der Großstadt spüren, die Power, die permanente Bewegung und Action, das "Immer-auf-Zack-Sein" aber auch die Anonymität, die Kälte und Einsamkeit der Großstadt. Es ist u.a. das perfekte Zusammenspiel aus wunderschönen (high-definition) Bildern und menschlischem Tiefgang, was Filme wie diesen, Miami Vice oder vor allem Heat zu Meisterwerken der Filmkunst machen.
Auch bei Collateral, bei dem es in erster Linie um nur zwei Personen geht, sind diese, wie z.b. schon bei Heat, interessante, und vielschichtige Charaktere, deren persönlicher Hintergrund nicht nur nebenbei erwähnt wird, sondern immer ein wichtiger Teil des Ganzen ist.
Fazit: ein echter Mann: durchgehend perfekt gestyled und trotzdem nicht oberflächlich, spannend und fesselnd von Anfang bis Ende! Purer Filmgenuss! 9 von 10 Punkten
 | "Surprise me!" BETA |
Zur Übersichtsseite des Films Liste aller lokalen Reviews von gotchakd
Zurück
 |
 |
|