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Ansicht eines Reviews
Wächter der Nacht (2004)
Eine Kritik von Jesse James (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 08.10.2005, seitdem 597 Mal gelesen
Aufpasser des Ostblocks
Im Moskau von heute stehen sich die Hüter des Lichts und die Krieger der Finsternis in ewiger Feindschaft gegenüber. Das fragile Gleichgewicht der Kräfte wird einzig garantiert durch die Vereinbarungen eines jahrhundertalten Waffenstillstands zwischen den rivalisierenden Seiten, der täglich von neuem auf die Probe gestellt wird: Die Wächter der Nacht beschützen die Menschen vor der latenten Bedrohung durch Vampire, Hexen, Formwandler und den Meistern der schwarzen Magie; ihre Widersacher halten als Wächter des Tages von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang den Gegner in Schach. Doch eine uralte Prophezeiung besagt, dass eines Tages ein anderer kommen wird, der den Kampf zwischen Licht und Finsternis zugunsten einer Seite entscheiden kann.
Seit Wochen werden die Cineasten mit episch anmutenden Trailern auf das vermeintliche Ereignis des Kinoherbstes eingestimmt. Jetzt erreicht Timur Bekmambetovs Fantasy-Horror-Film aus dem fernen Osten endlich auch die hiesigen Lichtspielhäuser. Basierend auf dem Bestseller von Sergei Lukyanenkos Trilogie "Nochnoi Dozor" kombiniert der russische Regiesseur in dem teuersten Film der Republik zwar optisch einwandfreie Bilder, mit einem kühlen Look aber etwas zuviel visuell gemachten Tricks (kommt möchtegern Hollywood rüber), die "Wächter der Nacht" zu einem ziemlich eigenwilligen Produkt machen, das mit aller Gewalt überzeugen will, es jedoch nicht hundertprozentig schafft.
Fazit: Wilder Mix aus "Matrix" und "Underworld", der letztendlich an seiner Eigenständigkeit krankt, uns aber trotz dem dicken Kritikpunkt einen unterhaltsamen Abend ermöglicht und uns tief ins russische Moskau (übrigens eine tolle Atmosphäre) blicken lässt.
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