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Wächter der Nacht (2004)

Eine Kritik von Boooshido (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 27.03.2006, seitdem 259 Mal gelesen


Wächter der Nacht

Seid ewigen Zeiten kämpfen auf der Erde verschiedene Wesen gegeneinander. Vampire und Magier. Aufgrund der Ausgeglichenheit beider Parteien und dem somit nie enden wollenden Krieg, beschließt man die Taten durch einen Pakt zu regeln. Immer wieder wird dieser Pakt „Fast“ gebrochen und eine Prophezeiung sagt voraus das es eines Tages einen ANDEREN geben wird, der den entscheidenden Schritt tut und das Ende besiegelt. Die Grenze zwischen Gut und Böse verschwimmt und 2004 soll sich die Vorhersage erfüllen.


Viel zu sehr gehyptes Fantasieepos, welches seinen Vorschusslorbeeren nicht gerecht werden kann. Hatte man bei Sichtung des Trailers einen echten Kracher suggeriert bekommen, welcher wirklich neue Wege beschreitet, musste man dann beim sehen des Filmes entsetzt das Gegenteil feststellen.

Ich kenne die Bücher, dieser geplanten Trilogie, nicht. Doch scheint es sich um eine abgefahrene Fantasiegeschichte zu handeln. Offensichtlich wurde davon zu wenig auf die Leinwand transportiert, denn der hölzerne Erzählfluss fördert etliche inhaltliche Löcher zu Tage. Viel zu sprunghaft wird der Zuschauer mit den teilweise bizarren Entwicklungen bombardiert und allein gelassen. Auch fällt es schwer die Darsteller als überzeugend zu empfinden. Wo ist der charismatische Held, der so eine schwere Bürde tragen kann. Weiterhin gibt es hier keine schönen Menschen zu sehen und das obwohl wir im Kino sitzen. (Was für ein Klischeedenken, aber es fällt voll auf)

Andererseits trägt diese Tatsache zur atmosphärischen Endzeitstimmung bei. Auch negativ fallen die Locations auf, man sieht direkt dass dieser Film aus Russland stammt. Irgendwie scheint die Zeit dort stehen geblieben zu sein. Das hätte man bei solch einem Genre-Film vermeiden sollen, zumal die Macher ohnehin ihr Hauptaugenmerk auf die Optik gerichtet hatten. Diese ist, was die Effekte angeht, ein echter Augenschmaus. Selten so viele innovative Ideen, im tricktechnischen Bereich, gesehen. Vor allem wenn man das niedrige Budget bedenkt. Was würde der Regisseur wohl mit mehr Geld zustande bringen. Auch der Actiongehalt ist mehr als ergiebig, jedoch stellt das bei dieser Art Film nicht die einzige Priorität dar!

Also da man ja nun weiss das Timur Bekmambetov einen effektreichen Film inszenieren kann, wäre es wünschenswert das bei der Fortsetzung doch mal mehr von der Geschichte einfließt. Tät das Niveau heben und wäre wenigstens ein kleiner Schritt in die „Herr der Ringe“-Liga, von der im Vorfeld soviel zu hören war.

Effektreicher, aber sonst fast sinnentleerter Fantasiefilm, welcher trotzdem für Genrefans eine Empfehlung wert ist.


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