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Wächter der Nacht (2004)
Eine Kritik von LJSilver (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 22.10.2004, seitdem 1653 Mal gelesen
Jetzt kommt es sogar schon soweit, dass die Russen Filme machen, die man in dieser Form nie in Deutschland finden wird...
Night Watch ist ein spannender Fantasy-Thriller nach einer in Russland sehr bekannten Romanreihe. 2 Sequels sind dementsprechend schon in Planung, das zweite sogar mit Unterstützung von 20th Century Fox.
Jedoch muss man sagen, dass sich der Regisseur doch recht weit von der Romanvorlage entfernt hat und einige Aspekte stark vereinfacht wurden. Außerdem musste er die Kinofassung um etliche handlungserklärende Szenen schneiden, was dazu führt, dass der Nicht-Kenner des Stoffes etwas im Raum stehen gelassen wird. Ich selbst habe die Story nur durch die Kommentare im imdb-Forum des Films verstanden. Ein Director's Cut soll aber in Planung sein.
Visuell ist der Film sehr düster gehalten - eine Mischung aus Underworld und The Crow. Die Kameraarbeit ist ebenfalls exzellent und offenbart interessante Fahrten und Einstellungen. Die CGI-Effekte sind durchweg von guter Qualität, besonders die Schlachtszenen in der Vergangenheit sind sehr hübsch anzuschauern, auch wenn fast jede Szene laut "Herr der Ringe" schreit.
Die Action im Film ist "etwas anders". Hier wird nicht mit Silberkugeln geballert oder so, sondern es wird hauptsächlich mit Stichwaffen gekämpft. Die Kämpfe sind dabei auch nicht stilisiert oder durchgestylt, sondern realistisch. Ein wichtiger Aspekt nimmt dabei die Fähigkeit der Vampire zur Unsichtbarmachung ein, die die Hellen nur durch ihre Sonnenbrillen oder Spiegel austricksen können. Trotz allem nimmt die Action aber nur einen kleinen Teil des Films ein, es ist kein Actionfilm, sondern ein Fantasy-Thriller mit märchenhaften Elementen wie der Frau, die in eine Eule verwandelt wurde.
Die Darsteller sind durchweg gut. Eine gewisse Frische wird dem Film dadurch verliehen, dass es sich bei den Darsteller nicht um aalglatte Schönlinge handelt, sondern um ziemlich durchschnittlich aussehende Personen.
Fazit:
Überzeugender Fantasy-Thriller aus Russland, dem aber die massiven Kürzungen arg zusetzen, so dass der Plot für Nicht-Kenner der Vorlage ziemlich verwirrend bleiben wird.
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