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Frankenfish (2004)

Eine Kritik von Tyrant16 (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 10.01.2005, seitdem 1091 Mal gelesen


Was für eine Erleichterung, es gibt sie doch noch! Gemeint sind hier nicht die titelgebenden Fische, sondern die unterhaltsamen B-Movie Horror Filme. Nach unsäglichen Gurken des Tierhorror - Subgenres, wie etwa "Dinocroc", kommt hier nach längerer Zeit wieder ein unterhaltsamer und würdiger Vertreter seiner Art.
Die positiven Aspekte beginnen schon bei den Schauspielern. Statt auf völlig untalentierte aber "gestählte" Jungschauspieler zu setzen, griff man auf bewährte Nebendarsteller zurück. Bekannt dürften vor allem Tomas Arana (Gladiator, Bodyguard, Tombstone) und Muse Watson (Ich weiß was du letzten Sommer getan hast 1/2) sein. Die Leistungen sind durchweg solide bis gut und geben keinen Anlass zu großen Ärgernissen. Leider sind die filmischen Alter Egos sehr klischeehaft ausgefallen, aber das ist man ja gewohnt.
Auch die Story bringt nichts neues, wird aber spannend erzählt. Genmanipulierte Snakehead - Fische (aus China und mit Restlunge - Kein Witz!) landen in den Bayous und sorgen bald für reichlich Trouble. Ein junger Gerichtsmediziner und eine Biologin wollen dem ganzen auf den Grund gehen und fahren in die Bayous um mit den Bewohnern die Fische zu killen. Die zunächst argwöhnigen Sumpfhinterwäldler werden schnell drastisch an die rauhe Wirklichkeit gewöhnt, indem sie doch schnell dezimiert werden und das auf drastische Weise!
Was der Film jetzt an Gore - Effekten auffährt ist echt überraschend und knallhart. Wahrscheinlich hat die FSK den Film nie richtig geschaut, sonst wäre er ohne drastische Kürzungen nicht erschienen. Beginnt alles noch mit abgetrennten Alligatorköpfen zieht der Film schnell die Schraube an (abgetrennte Köpfe im Closeup, abgetrennte Unterleibe, ein Headshot mit Schrotflinte im Closeup, zermatschte Menschen im Schiffsventilator usw.). Mark Dippe fährt schweres Geschütz auf und weiß offensichtlich, was er seinem Publikum schuldet. Die Effekte sind durchweg gut gelungen, auch die CGI's der Fische können mehr als überzeugen. Positiv ist auch, dass der Film nicht durch künstliche Subplots ausgedehnt wird, sondern schnörkellos und somit auch spannend ans Ende (mit typischem Cliffhanger) kommt.
Fazit: 8/10
Gelungener Streifen, der hoffentlich eine adäquate Fortsetzung erhält.


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