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Frankenfish (2004)

Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 01.03.2006, seitdem 517 Mal gelesen


Bei „Frankenfish“ handelt es sich nicht um trashigen Tierhorror, wie es der Titel zunächst stark vermuten ließe. Zwar ein typischer Beitrag aus dem B-Movie-Bereich, aber ein sehr unterhaltsamer.

Beim Angeln in den Sümpfen von Louisiana wird John Crankton von einem großen Killerfisch ermordet. Die hiesige Polizei schickt nach der Sichtung der Leiche Gerichtsmediziner Sam und Biologin Mary zum Tatort, wo sie die Bewohner von einigen Hausbooten kennen lernen, um kurz darauf mit ihnen gemeinsam um ihr Leben kämpfen müssen, denn gleich drei mutierte Killerfische fressen alles, was sich bewegt.

Da wird aber auch kaum ein Klischee eines typischen Tierhorrorstreifens ausgelassen: Ein Held, der auf jeden Fall überleben und wieder mit seiner alten Liebe zusammenkommen wird, ein schweigsamer und durchgeknallter Vietnam-Veteran, ein schwarzes Medium (mit nur einem Auge), ein Hippiepaar mit Bong dazu und natürlich die Monster, die wie immer mehr Fähigkeiten besitzen, als ihre Körpergröße es eigentlich zuließe.
Die Viecher sehen aus wie eine Mischung aus Forelle und Kaulquappe und sind recht solide computeranimiert. Bei ihren Attacken (größtenteils durch Sprünge aus dem Wasser) hinterlassen sie ein paar sehr sauber getrickste Gore-FX, wie Kopf abbeißen, Körper in der Mitte durchtrennen etc. Ein weiterer Effekt ergibt sich durch das überraschende Ableben ohne Zutun der Fische, das zu diesem Zeitpunkt schon fast „Final-Destination“- Züge annimmt.

Ansonsten überrascht der Streifen kaum, ist einschließlich des Abschlussgangs sogar relativ vorhersehbar, - aber eben spannend und höchst unterhaltsam inszeniert und einen Querverweis auf dem im gleichen Jahr erschienenen „Snakehead Terror“ gibt es auch noch.
Die Sumpfatmosphäre wurde nett eingefangen und erinnert entfernt an „Anaconda“. Die für Nebenrollen bekannten Darsteller liefern brauchbare Leistungen ab und als Eyecandy kann uns K.D. Aubert eine kleine Freude machen.

Alles in allem knapp 80 Minuten kurzweilige und manchmal sogar spannende Unterhaltung, - definitiv mal ein gelungenerer Beitrag im Tierhorrorbereich der letzten Jahre.
So, und jetzt Lachs auf Toast, das könnte schön sein…
7 von 10 Punkten


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