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Untergang, Der (2004)
Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 11.05.2010, seitdem 121 Mal gelesen
Die Frage, die beim Erscheinen von „Der Untergang“ die Medien aufwarfen war lächerlich und peinlich zugleich: darf man das Monster Hitler so menschlich darstellen? Die Antwort lautet: ja, man muss sogar, denn sonst kann man nicht auf ehrliche Art aufklären. Einen Diktator wie Hitler zum Monster zu erklären nutzt lediglich der Propaganda und nicht der Suche nach der Wahrheit. Hirschbiegels Film ist ein Meisterwerk geworden, das man in der längeren TV-Fassung sichten sollte, die sich noch mehr Zeit für Details lässt. Die Bernd Eichinger-Produktion orientiert sich u.a. an den Erinnerungen Traudl Jungs, der Sekretärin Hitlers, und seine besten Momente hat der Film innerhalb der Szenen im Führerbunker. Endzeitstimmung macht sich breit. Eine Zeit geht zu Ende, die Angst vor dem Kommenden geht um, noch immer glaubt man der Propaganda Hitlers, eines Mannes der längst nicht mehr er selbst ist, und den viele Anhänger nicht mehr für zurechnungsfähig halten. Eiskalt lässt er seine Deutschen in den Untergang treiben, Kapitulation gibt es nicht. Bruno Ganz spielt den gealterten Hitler dabei mit großem Können. Das ist nur einer von vielen Trümpfen des Films.
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