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Traxx (1988)

Eine Kritik von funisteinstahlbad (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 14.02.2012, seitdem 78 Mal gelesen


Der Söldner Traxx zieht von den Kriegsschauplätzen der Welt gelangweilt in eine kleine, amerikanische Stadt, um ein Keksgeschäft mit Eigenkreationen zu eröffnen.
Der Sheriff dieser beschaulichen Gemeinde hat alleHände voll zu tun, gegen die finsteren Machenschaften von Prostitution, Glücksspiel und Erpressung - sprich gegen das Organisierte Verbrechen - zu kämpfen.
Da Traxx finanziell eine Startspritze für seine Keksidee braucht, bietet er sich flux an, gegen ein wenig Kohle das Verbrechen in der kleinen Stadt auszuradieren. Mit automatischen Handfeuerwafen, Granaten und Keksen wird gegen die Gangster ins Feld gezogen. Doch der Bandenchef (Robert Davi) stört Traxx Intervention und er heuert eine gemeingefährliche (und dämliche) Crew von Killern an, um Traxx und seinen Freunden den Gar aus zu machen.

Nun, man muß sicher eine Ader für üblen Trash haben, um mit Jerome Garys Schote etwas anfangen zu können.

Aber genau die hab ich eben.

Traxx ist eine derbe Mischung aus allen 80er Jahre Klischees mit comichafter Überzeichnung und elenden Kalauern, die Filme wie "Was macht der Tote auf der Wäscheleine" oder "Space Invaders - Killerclowns from outher Space" auszeichnen.
Eine billige Mischung aus Martin Riggs und Chuck Norris als Held, ein typischer, Blödsinn schwafelnder, grässlich gekleideter Sidekick, eine dauergewellte "*****stulle" und Robert Davi (genau: der Herr aus The Goonies oder Maniac Cop 2 oder 3) als alberner Bösewicht.

Einige Szenen sind so absurd, daß sie wie unter dem Einfluss bewusstseinserweiternder Taschenlampenstrahlblitze ihren Weg ins sowieso abgedrehte Drehbuch gefunden zu haben scheinen.

Der Humor schrammt zwischen Leitplanke, den "Supernasen" und so etwas wie "Bloodfeast 2". Möge man mich gegen meinen Videorekorder nageln, aber ich liebe Traxx.
Es gibt tatsächlich wenige Filme, bei denen ich immer wieder über den Wahnsinn der geboten wird lachen kann, "Krieg der Infras" gehört wohl dazu und "Die Bettwurst" (bei "Pearl Harbor" bleibt mir das Lachen dann doch im Halse stecken...), und Traxx steht auf dieser Evergreen-Liste ganz oben.

Pricilla Barnes, die Traxx mit ihrem spröden 80er Charme als weiblicher Part zur Seite steht, erinnert mich ziemlich an Pricilla Presley in "die Nackte Kanone".

Und wenn man das ganze nicht zu ernst nimmt und auf "Lethal Weapon", "Dead Heat", "American Fighter" und all die anderen schrägen Dinger von damals steht, ist der Keksebackende Söldner + ein paar Bier + ein paar Freunde meiner Meinung nach eine sichere Sache.

Naja, aber ich mach halt auch Filmabende mit Filmen wie "Megapiranhia" oder "Fotress of Amerikkka", das sollte man bedenken.


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