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Demonia (1990)
Eine Kritik von Der Mann mit dem Plan (Bewertung des Films: 2/10) eingetragen am 22.04.2002, seitdem 1366 Mal gelesen
Uff... was ist denn das wieder nun für ein Fulci-Kram. Nach der ersten Nonnenszene wirkt der Film wie ein schlechtes TV-Drama, das sich nicht einmal in Punkto Storyline oder Dramaturgie vorwärts bewegt. Die Story schlägt eher mal nach links oder rechts aus, scheint aber nie logisch und zusammenhängend weitererzählt zu werden (bestes Beispiel ist die mehr als dumme Wahrsagerin-Szene).
Zu Anfang wirkt der Film extrem steril, gegen Ende beweist er dann nur platte Effekthascherei durch harte Effekte. Die ziemlich durchschnittlichen Darsteller holpern durch eine gähnend in die Länge gezogene Story, während die Kamera ihr Übrigstes tut, um dem Streifen wenigstens noch ein paar nette Kamerawinkel abzugewinnen.
Etwas an Spannung kommt erst dann auf, wenn Fulci selbst im Film als Kommissar auftritt. Anders als in seinem desaströsen "Nightmare Concert" scheint er sogar ganz gut aufgelegt zu sein.
Vorbei war es für mich mit der Spannung als er zum Ende hin wieder zeigte, dass er vom Mysterygenre nichts versteht. Anstatt unheilvolle Atmosphäre zu schaffen, zersplattert er seine Protagonisten auf peinlichste und ekelerregendste Weise. Mal wieder dünkt es dem geneigten Zuschauer, dass hier keine Story erzählt werden soll, geschweigedenn Aussage gemacht werden soll. Hier soll nur der perverse Voyeurismus auf gewaltverheerlichenden Szenen befriedigt werden. Und das ohne jeglichen geistigen Anspruch an seine Zuschauer.
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