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Replicant (2001)
Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 4/10) eingetragen am 01.11.2007, seitdem 252 Mal gelesen
Nach "Inferno" die nächste Schlappe mit Van Damme, nicht ganz so mies, aber immer noch ein Stück vom Durchschnitt entfernt. Und das gerade von Regisseur Ringo Lam, welcher mit "Maximum Risk" einen tollen Actioner vom Stapel gelassen hat. Van Damme war nach seinem letzten Kinoauftritt "Universal Soldier - The Return" in den B-Bereich abgerutscht und fing sich erst mit "In Hell" wieder einigermaßen auf. Mit Kinofilmen dürfte es für den Belgier gelaufen sein, aber wir dürfen uns auf seine Zusammenarbeit mit Isaac Florentine freuen.
Der Serienkiller Edward Garotte (Jean-Claude Van Damme), von der Polizei auch "Die Fackel" genannt, ermordet alleinerziehende Mütter. Um ihn endlich zu schnappen wird ein Replicant (Van Damme) entworfen, welcher den pensionierten Detective Jake Riley (Michael Rooker) zu Garotte führen soll. Der Replicant hat auch bald die Fährte aufgenommen, muss aber erst lernen sich in der Welt zurechtzufinden. Garotte ist von seinem genetischen Doppelgänger überhaupt nicht begeistert, versucht ihn aber auf seine Seite zu ziehen. Muss Jake nun gegen zwei Mörder kämpfen ?
Wer will sehen, wie sich Van Damme selbst parodiert ? Ich ehrlich gesagt nicht, aber seine Darstellung als Replicant löst öfters einen Schmunzler aus. Doof dreinblickend, nichts könnend, versehen mit einer verfremdeten Synchro und zu selten kämpfend. Die Rolle des Seriekillers macht er ganz ordentlich, aber die langen Franzen stehen im absolut nicht. Michael Rooker macht eigentlich da weiter, wo er bei seinen Filmen immer aufhört. Er gibt die sehr unsympatische Hauptfigur, welche den Replicant ständig verprügelt, anschreit und sonstig diskriminiert. Zusammen klappert man einen Tatort nach dem Nächsten ab und langweilt den Zuschauer mit unnützem Gefasel. "Replicant" bietet viel zu wenig handfeste Action, Lam setzt auf die Story mit dem Klon, welche zwar etwas Abwechslung bringt, jedoch im Endeffekt nur ein Aufhänger ist. Die Jagd nach Garotte bleibt immer unspannend und lässt Tempo vermissen.
Man beschäftigt sich großteils mit dem Replicanten, welcher nicht mal auf dem Stand eines kleinen Kindes ist. Der Grund, warum Garotte diese Morde begeht ist ein typisches Klischee. Wenn doch wenigstens die Action stimmen würde. Leider nur teils, in ein paar Szenen kann der Film Punkte sammeln. Die wenigen, kurzen, aber ordentlich choreographierten Fights können sich sehen lassen, aber der finale Kampf Klon gegen Original ist etwas enttäuschend, wobei das Finale sonst brauchbare Action liefert. Auch die kleine Keilerei in der Bar kann man positiv erwähnen, ansonsten gibt es noch zwei Morde, eine kurze akrobatische Einlage im Puff und das war es auch schon. Der Hintergrund bleibt immer sehr monoton, immerhin kommt man ohne CGI aus und kann zwei nette Explosionen, plus ein paar Sachschäden liefern.
Kaum erwähnenswerter Actionfilm von Ringo Lam. Van Damme mal wieder in einer Doppelrolle, leider nicht mal halb so gut.
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