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Replicant (2001)

Eine Kritik von Shadow Warrior (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 18.05.2002, seitdem 478 Mal gelesen


Mit Replicant liefert van Damme wieder einmal einen Beweis dafür, dass er unterschiedliche Charactere gut umsetzen kann. Er spielt im Film 2 unterschiedliche Rollen, die sich wie Tag und Nacht unterscheiden, sehr überzeugend. Einmal den sadistischen Killer Garotte, der auf Grund eines Kindheitstraumas (er wurde von seiner Mutter immer geschlagen und einmal beinahe verbrannt.), sich als einsamer
Rächer sieht, der wenn er eine "schlechte" Mutter sieht, diese beobachtet und deren Kind von ihr
"befreit" indem er er sie verbrennt. Seine sadistische Seite zeichnet sich dadurch aus, dass er seine Opfer fotografiert, aus Spass Unschuldige
erschießt und auf den Körper seiner toten Mutter feuert. Nicht weniger schlecht spielt er die Rolle des Replicanten. Er versetzt sich sehr gut in diese Rolle. Seine Mimik gleicht der eines unerfahrenen ängstlichen Kleinkindes, und er kämpft wie ein unbeholfener Schuljunge. Er spielt die
Rolle sogar so gut, dass man ab und zu Mitleid mit ihm bekommen könnte.

Auch Michael Rooker, in der Rolle des Ex-Cops Jake, wirkt überzeugend, da er den Hass der sich gegen Garotte entwickelt hat, auf den Replicanten
überträgt, und dies auch glaubhaft darstellt. So kann er sich zum Beispiel nicht beim Replicanten entschuldigen und er gewöhnt sich erst im laufe des Films daran ihn wie einen Freund zu behandeln.
Michael Rooker zeigt auch, dass er mit den großen Stars mithalten kann, und van Damme unterstreicht wieder einmal sein Können.

Garotte spielt ein ähnliches Spiel mit Jake, wie der Psychopath aus "Sieben" (vor einem Mord ruft er immer Jake an). Jake provoziert seinerseits Garotte,
so dass dieser Fehler begeht. Es scheint, als ob die beiden ohne den anderen nicht mehr leben können.

Auch an Humor fehlt es dem Film in keinster Weise, wenn dieser auch etwas sadistisch dargestellt ist.Diese Art von Humor ist genau richtig, den Witze
wären in diesem Film fehl am Platz.

Der Film behandelt ein aktuelles Thema, und ist daher nicht gerade unrealistisch. Man sieht welche
Risiken das Klonen birgt, will sagen der Film regt auf eine abstrackte Art zum Denken an. Selbst Kleinigkeiten wie die Synchronisation sind sehr gut gelungen.

Einziger Negativaspekt ist, dass die Behörde für Nationale Sicherheit glaubt, der Replicant sei bei einer Explosion ums Leben gekommen. Trägt er doch einen Sender in sich, mit dem sie ihn hätten orten müssen.

Der Film ist zweifels einer der Filme bei dem die Handlung sehr gut gelungen ist. Mit Sicherheit kein
Blockbuster aber immerhin ein Film, der es wert ist gesehen zu werden.


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