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Species III (2004)

Eine Kritik von Graveworm (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 22.11.2007, seitdem 370 Mal gelesen


Da kam er also doch noch. Die geldgeilen Produzenten konnten es nicht lassen und haben einen weiteren Teil des „Species“ Franchise aus der Schublade hervorgeholt. Diesmal sogar direkt auf DVD veröffentlicht, was ja nicht unbedingt ein Qualitätsurteil darstellt. Aber nun zur Handlung.

Wirklich viel hat sich nicht getan. Ein junger, dynamischer Superprofessor, Dr. Abbott (Robert Knepper), schnappt sich Eves Baby und hat sich das glorreiche Ziel gesetzt, den perfekten Außerirdischen zu erschaffen. Dabei stolpert ein junger, dynamischer Superstudent, Dean (Robin Dunne), ins Geschehen und ist ganz angetan von der Idee Gott zu spielen. Allerdings wird alles etwas komplizierter, als einige Halb-Mensch-Halb-Alien Versionen mit Sara (Eves Tochter) knattern möchten.

Wirklich nötig war dieser dritte Teil ja nun nicht, aber man hat auch schon ganz klar schlechtere Filme dieses Genres gesehen. Anfangs geht der Streifen sogar noch richtig in Ordnung. Die Locations und Effekte sind für einen DTV-Erguss richtig gut und die Story kann, obwohl echt dämlich, einen angenehm kurzeilig unterhalten. Wäre da nur nicht der Einbruch gegen Ende des Films. Der Showdown ist nämlich alles andere als spannend und das eigentliche Ende ist dann sogar richtig obermies. Ein so hölzernes und auf ein weiteres Sequel angelegtes Ende gab es schon lange nicht mehr. Da klatscht die Hand des Zuschauers aber richtig gegen die Stirn.

Die Schauspieler sind eher durchschnittlich und vor allem der dynamische Superstudent Dean nervt ziemlich. Seine Rolle nimmt man ihm jedenfalls zu keiner Sekunde ab. Die anderen Typen machen da nicht unbedingt eine viel bessere Figur.

Angenehm, auf jeden Fall für die männlichen Zuschauer, dürften aber die Aliendamen, gespielt von Amelia Cooke und Sunny Mabrey sein, denn diese sehen nicht nur nett aus, sondern laufen auch noch fast die ganze Zeit über nackt rum. Ich glaube die Produzenten wussten schon, was sie damit bezwecken. Die gute Natasha hat es übrigens nur in die ersten Filmminuten geschafft.

Auffällig ist die Tatsache, dass alle Schauspieler relativ jung daherkommen. In diesem Punkt hebt sich die zweite Fortsetzung deutlich von seinen Vorgängern ab. Was ich allerdings eher negativ finde. Gerade die vom Alter her bunt gemischte Mischung, der Vorgänger machte nämlich ziemlich viel Spass und wirkte irgendwie realistischer. Nun hat man eher das Gefühl das typische schablonenhafte Hollywood Filmmuster zu bestaunen. Jung, hübsch und hohl. Schade.

Zu guter Letzt bekommt der Gorehound auch noch einige brauchbar getrickste Effekte serviert. Ganz in der Tradition der vorangegangenen Teile geht es nämlich relativ blutig zur Sache.

Fazit: Insgesamt schlechtester Teil der Reihe, aber immer noch ansehbares Horror-Actiongemisch für Zwischendurch. Vielleicht hätte man auch einen erfahrenen Kinoregisseur nehmen sollen und nicht den TV erprobten Brad Turner.


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