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From Dusk Till Dawn (1996)

Eine Kritik von MäcFly (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 29.12.2001, seitdem 622 Mal gelesen


Für die meisten, die ihn gesehen haben (und das sind viele) DER Kultfilm schlechthin. Ich kann mich nicht so richtig damit anfreunden. Ja, beim ersten Mal sehen hat er mir auch gefallen. Ziemlich spannend, geile Dialoge, sehr gute F/X, Überraschungen und auch viel Humor.
Aber spätestens beim zweiten Mal anschauen, fällt einem viel auf, an dem man Kritik üben könnte:
Nach der Anfangssequenz im "World of Liquor"-Laden baut der Film stark ab. Es gibt dann irgendwie nur jede Menge unnötiges Rumgesülze (endlos langer Dialog zw. Harvey Keitel und seinen Kindern, wieso Mami denn jetzt tot ist). Und das zieht sich dann doch, bis alle zusammen in den "Titty Twister" kommen. Dort stockt einem erstmal der Atem, wenn Salma Hayek tanzt. Ich hab selten so eine erotische Darbietung einer Schauspielerin gesehen. Klasse! Und dann geht’s gleich weiter mit dem Zombie-Massaker, das bis zum Ende des Films andauert. Und das kann man sich auch mehrmals ansehen, denn da gibt’s immer wieder neue "Details" zu entdecken.
Der Schluss ist dann etwas unglücklich gewählt. Keine Überraschungen mehr, das wirkt fast so, als wollte der Drehbuchautor möglichst schnell den Film beenden.
Mit den schauspielerischen Leistungen bin ich nicht so recht zufrieden.
Quentin Tarantino spielt zu hölzern und seine Mimik ist auch unnatürlich. Dazu kommt noch die katastrophale deutsche Synchronisation, die bei ihm aber immer mies ist. So sehr ich ihn auch für "Pulp Fiction" vergöttere, bei FDTD hat er keinen guten Auftritt.
Und George Clooney, naja. Cooler als Tarantino, aber bei ihm hapert’s auch bei der Synchronisation.
In manchen Szenen wirkt er sogar zu cool, dass es schon fast etwas unfreiwilig komisch wirkt.
Juliette Lewis ist sooooo süß und spielt sooooo unschuldig. Wie immer grandios!
Harvey Keitel bleibt unter seiner Normalleistung. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Figur des Priesters nicht so recht zu ihm passt. Er hat andere Stärken, was er z.B. bei "Pulp Fiction" oder "Kopf über Wasser" beweist.
Die Filmmusik ist übrigens genial. Vor allem das Lied, zu dem Salma Hayek tanzt, passt perfekt zur Szenerie. Auch der Anfangssong ist recht gut.

Fazit: Für Splatterfans der Kultfilm, Filmfans sollten ihn auch mal anschauen. Aber alles in allem bekommt ein Film von mir keine 9 oder 10 Punkte, wenn eine dreiviertel Stunde lang gar nix passiert und die Schauspieler nur mäßig sind. Auf jeden Fall ist die ungekürzte Fassung für jeden Partyabend zu empfehlen.


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