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From Dusk Till Dawn (1996)

Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 25.08.2006, seitdem 553 Mal gelesen


Nachdem die Gebrüder Gecko eine Bank ausgeraubt und mehrere Menschen umgelegt haben, stellt sich nur noch eine Frage, nämlich, wie sie unauffällig über die Grenze nach Mexiko kommen. Ein Wohnmobilfahrer und seine beiden Kinder geben die perfekte Tarnung ab, doch das dicke Ende soll noch kommen, als man sich bereits in der neuen Heimat einen Teil der Beute hochprozentig durch die Kehle rinnen lässt.... Robert Rodriguez sorgte schon zuvor mit seinem "Faculty" für Aufsehen, denn auch dort ging die wilde Fahrt in eine andere Richtung, als man erst annehmen mag. Hier ist das noch wesentlich ausgefallener, mehr Style und eine Riege Schauspieler wie Juliette Lewis (fast unschuldig) als Pfarrerstochter, George Clooney (mal gar nicht Gentleman) als durchtriebener Bandit, Harvey Keitel (Abgeklärt ist sein Zweitname) als Priester in einer Glaubenskrise oder Quentin Tarantino als zweiter der Gangster mit einer Schwäche für Füße und einem heftigen Dachschaden. Ist die erste Hälfte noch ein Roadmovie, das in der staubigen Wüste an Rodriguez "Desperados" erinnern mag und mit jeder Menge Onelinern daherkommt, die zu geflügelten Worten wurden, macht das Drehbuch von Quentin Tarantino einen Bruch wie eine Novelle und mutiert nach dem Wendepunkt im Titty Twister, einer Rock'n'Roll-Strip-Bar, wie sie all die schmutzigen Klischees erfüllt, zu einem Vampirfilm mit einer ganzen Reihe Verwandlungen und Killings, als würde man aus "Vamp" einen "Braindead" machen wollen. SFX-Künstler Tom Savini passt da hervorragend hinein, wenn auch als Darsteller Sexmachine, denn die zahlreichen Gore- und Creatureeffekts kommen von der KNB FX Group, die eindrucksvoll ihr Können unter Beweis stellt, wenn die Untoten der Reihe nach und nach allen Regeln der Kunst zermetzelt werden. Da spritzt nicht nur das rote menschliche und das grüne Vampirblut, "From Dusk Till Dawn" lebt einfach auch von seinem Humor, der diesen Rodriguez-Tarantino-Stil ausmacht, eine Mischung aus Roadmovie, Gangster-Latino-Coolness für die nächste Sauftour, Verweise zu den eigenen Filmen, wie auch Klassikern verschiedener Genres von John Carpenter bis Trashanleihen und immer etwas Ironie der Realität entgegen setzend. Und da wäre da noch die Szene mit Salma Hayeks Schlangentanz zu Tito & Tarantulas "After Dark", da werden auch die Gogos im Hintergrund blass...

Fazit: Absolut partytauglicher Kultstreifen, der nicht umsonst als moderner Vampirwestern wie eine Bombe einschlug. 8/10 Punkten


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