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From Dusk Till Dawn (1996)

Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 07.09.2001, seitdem 3153 Mal gelesen


Man nehme gute Schauspieler, packe dazu ein paar coole Sprüche und läßt sie in ein Roadmovie, welches in einer Splatterorgie endet. Einer der genialsten Filme aller Zeiten von Tarantinio und Rodriguez.

Story:
Die Geckobrüder sind auf der Flucht von der Polizei auf Grund von Gefängnisausbruch und Banküberfall. Nachdem sie einen kleinen Laden irgendwo kurz vor der texanischen Grenze verwüstet haben, wollen sie in einem Motel übernachten. Nachdem Seth Gecko (George Clooney) etwas zu essen holt, schlachtet Richard (Quentin Tarantino) die Geisel auf bestialische Weise ab. Schnurstracks braucht man also neue Geiseln, die man in dem Priester Jakob und deren Tochter so wie seinem Sohn findet. Ab geht es über die mexikanische Grenze, wo man sich in einer Absteige, dem "Titty Twisters", mit ein paar mexikanischen Banditen treffen will. Diese sollen die beiden Geckos zu einem Ort bringen, wo sie in Ruhe ihr Geld ausgeben können. Doch alles kommt anders als geplant. Nachdem man Ärger mit dem Türsteher hat, wird ein Großteil der Menschen zu Vampiren und das Schlachtfest beginnt. Nur wenige überleben das Massaker. Darunter Seth, Jakob mit seinem Kindern, Sexmaschine und ein Schwarzer. Leider paßt Sexmaschine bei den anschließenden Pfählungen nicht richtig auf und wird gebissen und damit infiziert. Als erstes nagt er den Schwarzen an, der ihn darauf aus dem Fenster schmeißt. Leider kommen durch das Fenster noch mehr Vampire, so daß alle in einen Hinterraum flüchten, wo man erstmal Waffen bastelt: Wasserpistole und Kondome mit heiligem Wasser, Armbrust etc. Der Endkampf beginnt, den nur 2 Leute überleben werden......
Nur grovvy und einfach toll wie man ein Roadmovie mit einem Splatterfilm kreuzen kann. Der Film hat in nirgends einen Durchhänger, wenn man Tarantino schätzt ( Den anderen wird z.B. das lange Gerede Jakobs mit seinen Kindern in der Bar auf die Nerven gehen). Coole Figuren mit cooler Story. Ein wirklich perfekter Mix.

Musik:
Tito & Tarantula machen mit ihrer mexikanischen Musik den Film komplett. Sehr feurig mexikanisch und exzellent gespielt, unterstützen sie die Roadmoviestimmung ( besonders als sie in die Bar) kommen. Dazu kommt noch stimmige instrumentale Unterstützung ( zB dieses aufkommende Trommeln vor dem Kampf) Die Musik ist Kult.....

Atmosphäre:
Die ist in dem Film einzigartig. Es ist einer der wenigen Filme wo man einfach sagen kann: cool. Wirklich coole Charaktere ( allen vorran George Clooney) mit coolen Sprüchen ( [...]Die Sonne scheint mir aus dem Arsch[...])
Dazu noch Funsplatter vom allerfeinsten. Wenn dann Sexmaschine mit "Oh Scheisse" Vampire vor sich hinpflöckt oder der Schwarze mit "Hey Affenmann, alles was du denen sagen willst sagst du mir zuerst" dem Vampir das Herz rausreisst ist das nicht ekelhaft sondern einfach nur groovy. Also wirklicher Funsplatter ohne Ekeleffekte.

Schauspieler:
George Clooney spielt Seth Gecko perfekt. Cool mit oft zitierten Sprüchen und irgendwie nie richtig am ausrasten. Mit dieser Rolle wurde er zur Kultfigur. Die Rolle schien ihm, glaube ich, auch auf dem Leib geschrieben zu sein. Eine wirkliche Idealbesetzung.
Quentin Tarantino übernimmt mit Richard Gecko hier einmal eine Hauptrolle und mimt den kranken Psychopathen. Dank seines Aussehens und seiner Mimik ( guckt durch zerschossene Hand) wirklich glaubwürdig. Dazu rastet er noch hübsch aus. Hätte nicht gedacht, das der eigentliche Regisseur mehr als seine Kurzauftritte hinbekommt.
Harvey Keitel spielt den Priester. Er ist ein überlegter Familienvater, der weiss wie man wann handeln sollte.
Absolut glaubwürdige Rolle von ihm.
Leider hat er das am Set wohl nicht gewußt. Hat sich danebenbenommen....
Nicht zu vergessen sind auch noch die Nebenrollen von Fred Williamson (der Schwarze), Tom Savini (Sexmaschine) und Danny Trejo ( Barkeeper), Salma Hayek (Tänzerin), Juliette Lewis (Priestertochter), Cheech Marin (Mexikaner) und John Saxon (der Polizist). Wirklich eine Wahnsinnsbesetzung!

Fazit: Perfekter Film ohne Längen und Langeweile. Diesen Film muß man einfach kennen. Übrigens unbedingt mal im O-Ton angucken!


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