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Lady Snowblood (1973)

Eine Kritik von Dr. Phibes (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 08.06.2005, seitdem 565 Mal gelesen


Mit „Lady Snowblood“ hat man quasi einen weiblichen Okami-Teil vor sich. Hier geht es ebenfalls um Rache, hinzu kommen blutige Kämpfe.


Yuki ist ein Kind der Rache. Als Yuki geboren wurde, starb kurz darauf ihre Mutter. Yukis Vater und Bruder wurden von drei Männern und einer Frau grausam getötet, ihre Mutter missbraucht. Als Yukis Mutter einen ihrer Peiniger später tötet, landet sie in einem Gefängnis in Tokio. Dort bringt sie Yuki zur Welt, die von da an von einem erbarmungslosen Meister auf ihre Aufgabe vorbereitet wird: Rache zu nehmen an den Peinigern ihrer Familie.


Auch „Lady Snowblood“ gehört zu den besten Filmen, was das japanische Kino hervorgebracht hat. Mit exzellenten Cinemascopebildern werden wunderschöne Bilder eingefangen, die sich dann mit brutalen und blutigen Kämpfen abwechseln.
Der Film ist in vier Kapitel unterteilt, man erfährt, was damals mit Yukis Eltern passiert ist und wie Yuki auf den Weg ihrer Rache geführt wird.
Die Figur der Yuki, dargestellt von Meiko Kaji, ist dabei völlig konträr. Eine hübsche junge Frau, die aber nur Hass im inneren hat und dafür gnadenlos tötet. Aber selbst in Yukis Herz ist noch ein wenig Platz für Liebe.

Die Effekte sind teilweise sehr hart und blutig. Wie schon in den Okami-Filmen wird hier gemetzelt, das rote Nass spritzt typisch asiatisch fast meterweit, als wenn ein Schlauch geplatzt ist. Da wundert einen die FSK-Einstufung schon ein wenig, haben wir es doch hier mit einem klassischen Rachefilm zu tun.
Doch nicht nur die drastischen Effekte stehen im Vordergrund, Regisseur Fujita nutzt ein sehr breites Cinemascopebild, um auch schöne und ruhige Bilder einzufangen, sei es im Schnee der am Meer. Höhepunkt ist natürlich ein erstklassiges Finale, welches schmerzhaft endet, aber trotzdem optisch eindrucksvoll eingefangen wurde.


Fazit: „Lady Snowblood“ wird genau denen gefallen, die sich auch von der Okami-Saga begeistern lassen. Ähnlichkeiten sind vorhanden, nur ist der „Held“ halt diesmal nur kein Mann. Doch sonst gleichen sich die Charaktere. Beide haben einen unglaublichen Hass in sich und tun alles, um die Peiniger zu finden. So kann man „Lady Snowblood“ auch ohne Einschränkungen empfehlen, der Fan asiatischer Filme kommt voll auf seine Kosten.


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